Gauner-Pärchen am Strand verhaftet
Deutsches Liebespaar soll zwei Mal die Posojilnica-Bank bei Arnoldstein überfallen haben. Bombenattrappe als Markenzeichen. Nach Coups tauchte Pärchen in Italien unter.

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Sie sind das dreisteste Gauner-Pärchen, das es in Kärnten jemals gegeben hat: Es überfiel im November des Vorjahres die Posojilnica-Bank in Hart - erfolgreich. Vier Monate später kehrten sie zurück: Die gleiche Masche, die gleiche Uhrzeit, der gleiche Wochentag - und wieder gelang ihnen die Flucht. Spinnt man das Gesetz der Serie weiter, hätte das deutsche Pärchen Ende Juli wieder zugeschlagen. Vielleicht noch einmal in Hart? "Sie wären wieder gekommen", glaubt auch Klaus Erlacher vom Landeskriminalamt. Wenn sie nicht Mittwochabend in ihrem Versteck an der Adria aufgeflogen wären.
Personenkontrolle. Der 54-jährige Deutsche geriet mit seiner 48-jährigen Partnerin in Rimini in eine ganz normale Personenkontrolle. Ein aufmerksamer Carabinieri erkannte die Beiden aufgrund eines internationalen Haftbefehls. Und schon klickten die Handschellen. Die näheren Umstände der Verhaftung sind derzeit noch nicht bekannt. Jetzt sitzen sie in einem Gefängnis in Rimini und warten auf ihre Auslieferung. Gleich zwei Staaten sind daran interessiert: Österreich und Deutschland. Gegen den Mann bestehen auch in Deutschland Fahndungs-Vormerkungen. Er ist wegen schweren Raubes vorbestraft. Und auch die Frau soll in ihrer Heimat kein unbeschriebenes Blatt sein.
Aufatmen. Die Kärntner können jetzt also aufatmen. "Viele Leute haben Angst gehabt, weil sie Aussagen gemacht haben. Die beiden haben sich ja vorher immer tagelang in Kärnten eingemietet. Und dann wurden sie eben auf Fahndungsfotos wieder erkannt", sagt Erlacher. Bei beiden Überfällen in Hart legt der Mann eine "Bombe" aufs Pult und gab vor, sie zünden zu wollen. Insgesamt erbeuteten sie 87.000 Euro. Für Beide gilt die Unschuldsvermutung.
Features
Überfälle
Die Täter sollen am 24. November 2006 und am 30. März 2007 die Filiale der Posojilnica Bank in Hart bei Arnoldstein überfallen haben. Beute: rund 87.000 Euro.












