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Zuletzt aktualisiert: 17.08.2012 um 21:12 UhrKommentare

Schicho-Kunden bangen weiter um ihre Autos

Nach der Pleite des Villacher VW-Händlers borgt Porsche geschockten Kunden Autos, damit sie mobil sind - und in Urlaub fahren können.

Foto © KLZ/Weichselbraun

Nach dem Millionen-Konkurs des Villacher VW-Händlers Schicho sieht es jetzt für die 64 Mitarbeiter ungut aus. Masseverwalter Rudolf Pototschnig hat bereits einen Schließungsantrag gestellt - das Schicho-Personal ist auf Zwangsurlaub.

Kommende Woche gibt es Gespräche mit der Schicho-Hausbank und dem Importeur Porsche Austria. Dann soll entschieden werden, ob der Betrieb weitergeführt werden kann. Schicho, eines der größten Autohäuser Kärntens mit 700 verkauften Neuwagen im Jahr und Standorten in Villach und Paternion, hatte am Dienstag mit fünf Millionen Euro Schulden Insolvenz angemeldet. (Zum Vergleich: VW-Händler Krainer aus Klagenfurt hat im Vorjahr 650 Neuwagen an den Mann gebracht)

Indessen bangen der Kärntner Burkhard Kronawetter und sechs weitere Kunden um ihr angezahltes Geld bzw. ihren Wagen, darunter auch ein Student, der bei Schicho zehn Prozent für sein 10.000-Euro-Auto angezahlt hat und eine Pensionistin, die sich ihren "letzten Polo" kaufen wollte.

Rechtsbeistand

"Wir haben ihnen finanzielle Hilfe für ihren Rechtsbeistand zugesagt und auch Leihautos. Zwei von ihnen haben das bereits in Anspruch genommen, weil sie einen Urlaub gebucht hatten", sagt Porsche-Sprecher Richard Mieling. Wie es zu dem Konkurs kommen konnte, darüber gibt es nur Spekulationen. Insider wollen wissen, dass Schicho-Geschäftsführer Gert Bergmann bereits einen verlässlichen Käufer an der Angel hatte.

Die Gespräche seien in buchstäblich letzter Minute geplatzt. Bergmann selbst nennt "Managementfehler in der Vergangenheit" als Grund. Auch sei der Bestand an Gebrauchtwagen überaltert gewesen. Dass bei einem Autokauf Anzahlungen geleistet werden, ist absolut üblich, da der Kauf ein sogenanntes "Zug-um-Zug"-Geschäft ist. Der Kunde überweist an den Händler, der wiederum an den Importeur. Erst wenn dieser das Geld hat, gibt er den Typenschein heraus.

EVA GABRIEL

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