Ein Dorf und einige Talente
Im "Kickboxdorf" St. Egyden entsteht eine neue Heimstätte. Raphael Schranzer fährt zur Nachwuchs-WM nach Bratislava.
VILLACH. Ähnlich wie Achomitz als "Springerdorf", hat sich St. Egyden als "Kickboxdorf" einen Namen gemacht. Und das Dörfchen bei Velden mit seinen etwas über 300 Einwohnern hat sich diese Bezeichnung auch redlich verdient.
"Glanzstück" des in St. Egyden beheimateten WKC Velden ist Gerald Zimmermann (47). Der ehemalige Spitzenathlet (seit Dezember 2011 auch Präsident des Kärntner Landesfachverbandes für Kickboxen) hat mit dem Sport vor 27 Jahren begonnen und dann insgesamt gleich vier Weltmeistertitel gefeiert.
Auch als Trainer ist er erfolgreich! So haben es etwa 2005 bei der WM in Moskau mit Marc Jarnig und Josef Reichmann zwei seiner Schützlinge zu Weltmeisterehren gebracht. Mit Raphael Schranzer (12) wurde jetzt aktuell ein weiterer Jugendstaatsmeister im Semikontakt, was ihm auch die Teilnahme an der Nachwuchs-WM im September in Bratislava (Slowakei) eingebracht hat.
25 Aktive
Auch für eine neue Heimstätte hat sich Zimmermann eingesetzt. So ist jetzt in St. Egyden um fast 200.000 Euro eine Mehrzweckhalle im Entstehen, die den 25 Aktiven des WKC Velden ideale Trainings- und Wettkampfbedingungen bieten wird.
Die Baumaßnahmen sind zwar noch nicht ganz abgeschlossen, trotzdem konnte das Junioren-Nationalteam hier bereits eine Trainingswoche absolvieren. Zimmermann packt auch selbst kräftig zu. "Rund 900 Arbeitsstunden habe ich schon eingebracht", erzählt er.
Aber auch abseits von St. Egyden tut sich im Raum Villach bei den Kickboxern etwas. So kommt es am nächsten Samstag (18. August) in Riegersdorf (Mehrzweckhalle) zu einer großen Kickboxgala mit neun Vollkontaktkämpfen. Veranstalter ist der PSV Villach mit Obmann Bernhard Hudelist, der spannende Kämpfe verspricht. WALTER FELDNER
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