Raggers Heimsperre im Zwielicht
Ein Dokument erhärtet die Vermutung, dass es sich bei der von Landesrat Christian Ragger in die Wege geleiteten Schließung des Kursana-Heimes um ein politisches Ablenkungsmanöver gehandelt haben könnte.

Foto © Willi Zore
"Hygiene-Wende zum Guten bei Kursana", betitelt sich eine aktuelle Presseaussendung von Sozialreferent Landesrat Christian Ragger. Könne das Unternehmen noch eine umfassende Hygiene-Schulung der Mitarbeiter nachweisen, werde wieder die behördliche Betriebsbewilligung erteilt werden.
Das ist tatsächlich eine Wende, am auffälligsten in der Argumentation Raggers, der das Heim in Villach am 28. Juli wegen "Gefahr in Verzug" schließen hatte lassen. Sogar Todesopfer wären zu befürchten, ließ er damals wissen.
Der Ragger'sche Eifer stieß auf Skepsis, weil gerade Steuerberater Dietrich Birnbacher auch das FPK massiv angeschwärzt hatte. Diese verstärkte sich noch, als kein einziger der Pfleglinge das Heim verließ. Wie berechtigt die Skepsis war, belegt jetzt ein Dokument, das die Heimschließung als Alleingang Raggers entlarvt und in den Ruch eines mutmaßlichen Ablenkungsmanövers bringt. Zentraler Punkt: Die Heimschließung war ohne Amtsarzt bzw. Einbindung eines medizinischen Sachverständigen erfolgt.
Laut diesem Dokument lag Ragger als Entscheidungsgrundlage die private Stellungnahme eines Hygienikers, jedoch kein entsprechendes Gutachten vor. Die Heimschließung erfolgte dann sogar ausdrücklich gegen den Willen dieses Hygienikers, der zur Behebung des Problems eine Mitarbeiterschulung empfohlen hatte. Ragger beharrt darauf, dass tatsächlich Gefahr in Verzug bestanden habe. Die Fachaufsicht habe die Schließung verlangt (dabei handelt es sich um zwei Pflegewissenschaftlerinnen).












