Rutschen und River: Kärnten-Therme im Praxistest
Stylisch ist sie ja, die neu eröffnete Kärnten-Therme in Villach-Warmbad. Aber auch familientauglich? Die Kleine Zeitung testete mit Matthias (8) und Simon (5).

Foto © KLZ/HasslerDie neue Kärnten-Therme bietet Spaß für Alt und Jung
Der Parkplatz vor der Therme ist voll, im Umkleidebereich müssen wir nach freien Kästchen suchen - also sind offensichtlich zahlreiche Besucher da sein. Die Therme wirkt aber nicht überlaufen, die Besuchermengen verteilen sich gut, finden Matthias und Simon.
Angenehme Überraschung in der Dusche: Jede der Duschkabinen hat Glaswände bis zum Boden und einen eigenen Abfluss, das heißt, man steigt nicht in den Seifensud des Duschnachbarn. Zweite angenehme Überraschung: Die Bodenfliesen sind wirklich rutschfest. Das erspart Mama viele, viele "Aaachtung! Nicht Laufen!"-Rufe.
Auf dem terrassenartigen Lido im Erlebnisbereich breiten wir unsere Handtücher aus. Wieder ein Gefühl von Weite und Helligkeit, der transparenten Architektur zu verdanken. Der Eindruck setzt sich zwei Etagen höher fort: Wer Saunen als dunkle Schwitzhöhlen kennt, macht in der Finnensauna die Erfahrung, dass es sich auch mit hellem Ausblick ins Grüne gut schwitzen lässt. Ab ins Wasser! Alle Becken sind warm genug, um auch Mamas Kälteempfindlichkeit Rechnung zu tragen, und als erstes lockt die Kinder eine Grotte, aus der es geheimnisvoll lila hervorleuchtet. Mama könnte hier schon die Augen schließen, und die Akustik- und Farbeffekte genießen. Die Kinder aber zieht es weiter. Erst zu Massagedüsen und Sprudel, dann zum entscheidenden Punkt: den Rutschen.
Sicherheit zählt
An den Rutschen entscheidet der Nachwuchs, ob die Therme mit gehobenem oder gesenktem Daumen bewertet wird. Hier ist gleichzeitig Mamas Angstplatz - was kann alles geschehen! Rowdies, Unfälle, Verletzungsstatistiken - man weiß ja nie. Offenbar kennen die Betreiber meine Ängste - und entkräften sie personalstark: Bei jeder Rutsche steht jemand, der darauf aufpasst, dass niemand drängelt und alles mit rechten Dingen zugeht, und zwar sowohl beim Wegrutschen als auch beim Ausgang.
Als Simon bei der kleinen Wellenrutsche nicht schnell genug aus dem Ausstiegsbereich weg kann, ist sofort eine junge Aufseherin bei ihm und zieht ihn in ruhigere Gewässer.
Tagesrekorde gemessen
Zu streng wirken die Altersbeschränkungen von acht Jahren für die Dunkelrutsche "Silver Hole" - dort geht es von 86 Metern Höhe im Nu auf null hinunter - und die Panoramarutsche, wobei es toleriert wird, dass Simon mit Mama rutscht (auch wenn diese ziemlich bremst). Es hätte das Badevergnügen ziemlich beeinträchtigt, wenn der große Bruder überall rutschen darf und der kleinere nur auf den flachen Kleinkinderrutschen! Spannend: Nach der Ankunft im Becken sieht man, mit wie vielen Stundenkilometern man hinuntergebrettert ist, und die Tageshöchstgeschwindigkeit wird auf dem Display über den Rutschen ebenfalls angezeigt.
Wir probieren auch die Wettergrotte aus - unter Vogelgezwitscher und Möwengeschrei sprüht kühler Nebel auf uns herab. Belebend! Freudengeschrei wenig später - die Kinder haben den Crazy River entdeckt: Die Aussicht auf ein bisschen Indoor-Rafting auf dem "Thermenfluss" lockt auch Mama. Auf dem Gummireifen treibt man erst gemütlich im Wasser, um dann bergauf (!) zu schießen und wirbelnd wieder im Becken zu landen. Der Spaß geht erst ab 130 Zentimeter Größe, also muss Simon hier eindeutig aussetzen. Dafür ist wieder genug Personal hier, das für reibungslosen Ablauf und Sicherheit sorgt.
Sportbecken mit Aussicht
Jetzt soll Springen und Schwimmen trainiert werden, also hinauf zum angeblich höchstgelegenen Sportbecken Österreichs. Mama unternimmt einen Kurzausflug in den Hamam. Eine Seifenbürstenmassage dort klingt gut, braucht aber Zeit. Nächstes Mal vielleicht. Jetzt rundet das Buffet den Besuch der Therme ab - verkostet werden Pommes, Pasta und Wurstsalat - alles entspricht. Fazit der Testkinder: "Wann kommen wir wieder?"
















