Notschlafstelle muss weiter warten
Villach sieht Land bei Notschlafstelle gefordert: "Landesrat Ragger soll sie endlich umsetzen."

Foto © KruijthoffJugendnotschlafstelle: In Villach fordert man eine Einrichtung wie die "Juno" (im Bild) in Klagenfurt
Vor bereits einem Monat hat Landesrat Christian Ragger (FPK) Gespräche mit Villachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter (SPÖ) angekündigt, das Thema Jugendnotschlafstelle voranzutreiben. Das Gespräch fand jedoch nie statt.
Jetzt heißt es aus dem Büro des für Jugendwohlfahrt zuständigen Landesrates: "Es gibt nichts Neues, man ist dabei." De facto heißt das: Es hat sich nichts getan.
Villachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter sieht jedoch eindeutig das Land am Zug: "Wir haben eine Resolution im Gemeinderat beschlossen, eine Jugendnotschlafstelle einzurichten. Außerdem braucht Ragger sich nicht mit mir zu treffen, um darüber zu sprechen. Das bestimmt ohnehin das Land." Im Gespräch ist aber nicht nur eine neue Jugendnotschlafstelle, die von Streetwork Villach und Politikern gefordert wird, sondern auch eine Übersiedelung des Kriseninterventionszentrums von Spittal nach Villach. In beiden Fällen gibt es jedoch vom Land die Auskunft, dass es nichts Neues gibt.
Bedarf steigt
Für Streetworker wie Roland Ressmann ist eine Jugendnotschlafstelle in Villach aber dringend notwendig: "Bei jedem zweiten oder dritten Erstkontakt ist Jugendobdachlosigkeit schon ein Thema". Man schätzt, dass in Villach rund 100 Jugendliche pro Jahr einen Schlafplatz bräuchten. Derzeit muss man die Jugendlichen aber nach Klagenfurt schicken, denn dort gibt es mit der "Juno" die einzige Notschlafstelle Kärntens, in Spittal befindet sich ein Kriseninterventionszentrum. Villach hatte schon einmal eine Jugendnotschlafstelle, das Schlupfloch. Diese wurde jedoch im Jahr 1999 zugedreht. Der Grund: Der Betreiber bekam laut eigenen Aussagen nicht genügend Geld, um den Betrieb wirtschaftlich zu führen.












