Sie folgen dem Ruf des Wilden Westens
Der Wilde Westen hat es Siegfried und Gisela Preprost angetan: Die beiden Villacher leben mehrere Monate im Jahr im Westerncamp.

Foto © KK/PrivatSiegfried Preprost in seinem Element als Westernheld hoch zu Pferd
Siegfried Preprost, 71, weißes Langhaar wie ein Trapper, und seine Frau Gisela, 66 Jahre alt, kurze rote Haare, kann man getrost als aktive Senioren bezeichnen. Preprost, der sein Arbeitsleben lang als Monteur in aller Welt unterwegs war, zieht es gemeinsam mit seiner Frau nach wie vor in die Ferne.
Der Villacher ist leidenschaftlicher Westernliebhaber und lebt mit seiner Ehefrau sein Hobby aus: Bis vor Kurzem lebten sie in einem Indianer- und Trappercamp in Sersheim nahe Stuttgart, in dem die Zeit der amerikanischen Siedler (1860-1890) nachgelebt wird. Dort treffen die beiden Villacher alljährlich 23 Teamkollegen und Westernfreunde wie "Messer-Joe", "Grizzly" oder "Mississippi" in einem Areal mit 250 Zelten ("der Tipistoff ist dicht!"), einem Saloon mit Piano, Countrymusic und Bands.
Leben in der Natur
"Wir kochen am Holzofen, helfen im Saloon mit, sitzen zusammen", berichtet Gisela Preprost, die sich schon mal die Haare im "Barbershop" unter freiem Himmel kürzen lässt. Nur selten hat längerer Regen die Abenteuerlustigen zu Verwandten gescheucht, "weil das Bett klamm" war. "Die Faszination, am Lagerfeuer in den Sternenhimmel zu schauen, ist groß!", sagt Preprost.
Die kalte Jahreszeit über lebt Familie Preprost in Villach, pflegt ihre Felle, das Zubehör, näht Mokassins oder fertigt Perlenstickereien an, die im Camp verkauft werden. Kaum wird es wärmer, siedeln Preprosts mit stilechter Ausrüstung nach Norden, um dann im frühen Sommer heimzukehren. Ein Leben wie im Wilden Westen eben.











