Weiter Rätselraten um Schwerverletzte
Jene Villacherin, die in Triest vermutlich mit einem Messer oder einer Drahtschlinge attackiert wurde, konnte noch nicht befragt werden.

Foto © KLZ/PeutzAn der Küstenstraße zum Schloss Miramare ist das Gelände extrem steil - dort wurde Sabine P. attackiert
Sie haben versucht, ihr die Kehle durchzuschneiden", titelt die italienische Zeitung "Il Piccolo". Die Villacherin Sabine P. sei an der Küstenstraße nach Triest nur knapp einem Mord entkommen.
Die 44-Jährige ist Samstagvormittag rund fünf Kilometer vor Triest gefunden worden. An der Küstenstraße, mit lebensgefährlichen Verletzungen. Autofahrer entdeckten die Frau, die sich über eine Treppe mit letzter Kraft zur Straße geschleppt haben dürfte.
Dass sie die Rettung riefen, die sie sofort ins Ospedale Cattinara, eine der Kliniken von Triest, brachte, dürfte der Kärntnerin das Leben gerettet haben. Sechs Stunden lang wurde sie an der Luftröhre operiert. Anschließend versetzte man die Patientin in künstlichen Tiefschlaf.
Nicht ansprechbar
Da Sabine P. vorerst nicht ansprechbar war, gestalten sich die Ermittlungen der Triestiner Polizei schwierig. Dennoch scheint für die Kriminalisten klar zu sein, dass es sich um einen Mordversuch handelt. "Mit einem Messer oder einer Drahtschlinge dürfte die Frau attackiert worden sein", erklärten Ermittler der Squadramobile und des Kommissariats von Sistiana. Auch an einer Hand habe die Frau Verletzungen, die darauf hindeuten, dass sie versuchte, sich zu verteidigen oder sich zu befreien.
Zwischenzeitlich war auch davon die Rede, dass die Frau, die in Jogging-Bekleidung auf einem Panoramaweg namens Sentiero dei Pescatori unterwegs gewesen sein dürfte, so unglücklich auf ein Metallgitter gestürzt sein könnte, dass sie sich die lebensgefährlichen Verletzungen selbst zuzog. Diese Theorie revidierte die Polizei Samstagabend wegen der Tiefe der Einschnitte an ihrem Hals.
Das Auto der Verletzten fand man, wie berichtet, in der Nähe einer Marina in Canovella degli Zoppoli. Das Fahrzeug ließ Rückschlüsse auf ihre Identität zu. "Schon am Samstag sind dann ihre Eltern, die italienisch sprechen, nach Triest gefahren", sagt Peter Launsky-Tieffenthal, der Sprecher des Österreichischen Außenministeriums: "Wir sind mit den Behörden in Kontakt, das Konsulat in Mailand hat seine Hilfe angeboten."
Auch Sabine P. spricht fließend italienisch. Die Mitarbeiterin des LKH Villach soll in jüngster Zeit öfter in Italien unterwegs gewesen sein. "Sie wollte meines Wissens ein paar Urlaubstage in Italien verbringen", sagt Sabine P.s Ex-Mann, mehr wisse er aber auch nicht. Eine Hotelreservierung auf ihren Namen machte man zunächst nicht ausfindig.
Die Villacherin ist auch eine begeisterte Tango-Tänzerin. "Ich bin erschüttert", sagt Helmuth Ladstätter, einer der Organisatoren des Tanzclubs Tango Argentino Carintia: "Ich kann es nicht glauben. Sie ist nämlich eine ganz eine Nette."












