Verdacht auf Mordversuch in Triest
Samstagvormittag ist eine Villacherin in Triest lebensgefährlich verletzt worden. Zuerst war noch von einem möglichen Unfall die Rede, nun vermuten die Ermittler aber ein Verbrechen.

Foto © KLZ/PeutzTriest wirkt wie ein Spiegelbild der Idylle: Aber am Samstag ist dort eine Villacherin schwer verletzt worden, ein Wiener starb Anfang Mai, Ursache unklar
Blutüberströmt und bewusstlos war Sabine P. aus Villach, als Autofahrer die Frau Samstagvormittag auf der Küstenstraße etwa fünf Kilometer von Triest entfernt fanden. Sofort riefen sie die Rettung. Dass die Frau noch lebt, grenze an ein Wunder, sagen die Ärzte, die die 44-Jährige sechs Stunden lang operiert haben. Denn Sabine P. ist beinahe enthauptet worden, so tief sind die Schnittverletzungen an ihrem Hals. "Verletzungen, die typisch sind für jemanden, der sich wehrt, hat sie an der Hand", sagen Ermittler, die noch nicht mit ihr sprechen konnten. Denn nach der Operation wurde sie in künstlichen Tiefschlaf versetzt.
Die Villacherin trug Sportbekleidung und war auf einem Panoramaweg namens Sentiero dei Pescatori unterwegs gewesen. Ihr Auto fand man nahe dem kleinen Hafen von Canovella degli Zoppoli. Das Gelände an der Küstenstraße ist sehr unwegsam. Auf einer steilen Treppe unterhalb der Küstenstraße fand man Blutspuren. Sabine P. dürfte laut Polizei versucht haben zu flüchten - oder sie hat sich, schwer verletzt, bis zur Straße schleppen können.
Zwischenzeitlich war am Samstag auch von der Möglichkeit eines Unfalls die Rede. Man ging davon aus, dass sich die Frau an dem Metallgitter entlang der Treppe verletzt haben könnte. "Zu 99 Prozent geht die Polizei von einem Mordversuch aus", hieß es dann Samstagabend.
Noch ein mysteriöser Tod
In Triest gibt noch ein Todesfall Rätsel auf: Die Leiche des Wiener Filmschaffenden Wolfgang M. (42) wurde Anfang Mai im Meer treibend gefunden. Er hatte einen vollen Terminkalender und hatte sich am Tag seines Verschwindens mit jemandem treffen wollen. Mit wem ist unklar ...











