Griffige Pläne mit Bionikern
Mit Vereinsgründung von "Bionikum:Austria" soll Villach zum internationalen Bionik- und Energiebionikzentrum werden. Fokus auf Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft.

Foto © KK/WeingartnerEin Greifvogel ist das Symbol des neuen Vereins Bionikum
DANJA SANTNER
In Windeseile hat sich Villach zu einem internationalen Zentrum für Bionik- und Energiebionik entwickelt. Seit 2009 gibt es an der Fachhochschule dazu einen Masterstudiengang, der sich damit beschäftigt, Erfindungen der Natur in Technik umzusetzen - wie zum Beispiel das Projekt "Infraschall als Energiequelle". Gestern fiel der Startschuss für einen neuen Verein.
"Bionikum:Austria" soll ein weiterer Schritt sein, um auf diesem relativ jungen Forschungsgebiet international die Nase weit vorne zu haben. "Außerdem wollen wir die Chance nutzen, die Kooperationen zwischen den Ländern zu intensivieren", freut sich Vorstandsvorsitzender Peter Piccottini. Im Rathaus wurde der Vertrag unterschrieben, viele der 33 Gründungsmitglieder waren anwesend. Unter anderem auch die Gemeinde Pontebba mit Bürgermeisterin Isabella De Monte. "Wir arbeiten seit drei Jahren an Bionikprojekten, haben gerade erst einen renommierten Award bekommen. Es ist eine Ehre, bei einer solch transnationalen Entwicklung dabei zu sein", lobte sie.
Reale Projekte
Piccottini strich vor allem hervor, dass die Forschungsergebnisse nicht nur Visionen bleiben, sondern neue Arbeitsplätze, einen neuen Wirtschaftsbereich schaffen können. "Wir wollen, dass ganz Kärnten an dieser neuen Entwicklung teilhaben kann." EU-geförderte Projekte laufen bereits und werden mit dem neuen Verein anvisiert. Das erste bionische Haus für vier Familien wird in Villach entstehen. "Die Wohnbaugenossenschaft "Meine Heimat" wird unser Partner sein, der Baubeginn soll 2013 folgen", sagt Piccottini.












