"Kletterwand muss kommen"
Der größte Verein Villachs, der Alpenverein, hat mit 6000 Mitgliedern keine Nachwuchssorgen. Pläne für eigene Kletterhalle wurden gezeigt.

Foto © ZoreErster Vorsitzender Pallasmann ehrt Jancsik
Weitere Verzögerungen beim Bau der dringend gewünschten Kletterhalle waren Thema in der Jahreshauptversammlung des Villacher Alpenvereins unter dem Vorsitz von Karl Pallasmann. Wie berichtet, wird die Trainingsmöglichkeit mit der St. Martiner Rundhalle demnächst gesprengt. Klettertrainer Hannes Hasslacher erläutert: "Wir haben eigene Pläne, die auf dem Tisch liegen, müssen aber auf den Bau der Draupassagen warten!" Sportklettern sei nach Skifahren - international gesehen - Österreichs erfolgreichste Sportart. Obendrein habe Villach mit dem nahen Kanzianiberg in der Sportkletterwelt einen einzigartigen Ruf - und für die Jugendarbeit sei eine Kletterwand unerlässlich.
Die Pläne des Architektenduos Zimmermann und Rauchenwald zeigen eine Halle nahe der HTL, die sich mit den besten Anlagen in Italien und Frankreich messen kann. Sie wäre weltcuptauglich und hätte eine einzigartige, 26 Meter hohe Außenwand. Da aber das nötige "Kleingeld" fehlt, bleibt die Realisierung unmittelbar mit dem Bau der "Draupassagen" verbunden. Bürgermeister Helmut Manzenreiter: "Vor dem Juni-Ultimatum an die Errichter- und Betreibergesellschaft kann die Stadt hier keine Entscheidung treffen!"
Nachwuchssorgen hat der Verein hingegen keine: Die Mitgliederzahl stieg 2011 um gut vier Prozent auf mehr als 6000. Unter den 108 Geehrten war auch die ehemalige Wirtin der Otto-Hütte, Trude Jancsik (97). Sie ist seit 80 Jahren Mitglied im Villacher Alpenverein.











