Bürgerinitiative will Stromleitung in Erde versenken
Ein Umspannwerk in Fürnitz und eine 110-kV-Leitung bis nach Villach-Landskron erzürnen die Bevölkerung in den betroffenen Dörfern seit Jahren. Umweltschützer bitten Parlament um Hilfe.

Foto © KKForderung nach Erdleitung wird auch auf Plakaten kundgetan
Drei Bürgerinitiativen zwischen Maria Gail und Fürnitz haben sich gebildet und kämpfen gegen das Verbund-Vorhaben. Ihre Forderung: Die Stromleitung soll ins Erdreich verlegt werden, um die Belastung für Landschaft und Gesundheit möglichst gering zu halten. Jetzt haben die Bürgervertreter mithilfe des grünen Nationalratsabgeordneten Wolfgang Pirkhuber eine Petition bei Parlamentspräsidentin Barbara Prammer eingereicht.
"Wir fordern, dass alle Netzbetreiber künftig per Gesetz anzuhalten sind, umwelt- und sozial verträglichere Erdverkabelungen den gesundheitsgefährdenden, landschaftszerstörenden Hochspannungsleitungen vorzuziehen", sagt Irene Kreschischnig, Sprecherin der Umweltgruppen. "Die Petition ist aus Anlass der geplanten 110-kV-Leitung von Fürnitz nach Landskron erarbeitet worden, aber sie betrifft eigentlich ganz Österreich. Darum ist jeder eingeladen, diese zu unterstützen."
Erdkabel wären Stand der Technik, so Kreschischnig. "Weltweit sind diese Lösungen seit 25 Jahren im Einsatz, die Energiebetreiber fahren trotzdem Gewinne ein." Das Umwelt-Vorzeigeland Kärnten sollte hier nicht nachhinken.












