Villachs älteste Gasse treibt's bunt
Firma Sto hat Farbkonzept für Lederergasse erstellt. Hightech-Infrastruktur folgt.

Foto © privatDie Sto-Experten Christian Schellander, Claudia Pritz und Hans Rauter tüftelten etliche Monate an der neuen Farbgestaltung für die Lederergasse
Die Fassadenfirma Sto will mithelfen, das graue Image aus der Lederergasse rauszuzwängen und bunte Ideen in das historische Viertel zu bringen. "Wir haben die Fassadenfarben exakt erhoben", berichtet Sto-Farbexpertin Claudia Pritz, die sich mit Kollegen Christian Schellander und Hans Rauter des spannenden Projektes annahm. "Eigentlich ergab sich auf den ersten Blick ein farbiges, ausgewogenes und harmonisches Bild." Etliche Fassaden wären jedoch stark verwittert und schmutzig. Pritz: "Die vielen unterschiedlichen Markisen und Möblierungen der Gastrozone beeinträchtigen das Gesamtbild." Mit Landeskonservator Axel Hubmann und Gernot Kulterer, Chef des Architektenbeirates, wurden Bestandspläne analysiert und besprochen. Einige Gebäude, wie der Clingkeller, jetzt Kulturhofkeller, stehen schon unter Denkmalschutz, andere warten auf der Liste.
Schritt für Schritt erarbeiteten die Sto-Profis Vorschläge zur Farbgestaltung der Sockelzonen und Obergeschoße, spielten mit Hell-Dunkel-Kontrasten und Farbnuancen.
Gestern Abend wurde die Ideen dem Verein Lederergasse präsentiert. Sprecher Christian Tribelnig: "Es gibt bereits zwei konkrete Projekte von Hausbesitzern, die ihre Fassadenrenovierung demnächst nach dem Sto-Farbplan gestalten wollen." Auch wenn die Verschönerungsbemühungen Geduld brauchen werden, ist Tribelnig guter Dinge für die Entwicklung der ältesten Gasse Villachs: "Die Stadt hilft uns erheblich, die technischen Rahmenbedingungen für den neuen Kreativcluster auf den modernsten Stand zu bringen." EDV- und Internet-Ausstattung der Gasse sollen einem Technologiepark entsprechen. Auch eine WLAN-Aufsetzung erfolgt bis zum Sommer. Tribelnig: "Der Kreativcluster steht vor der Gründung, erste Firmen ziehen spätestens im Mai ein."
Die Image-Schubumkehr der Lederergasse zeigt auch andere Auswirkungen. Tribelnig: "Einige Gastronomen, die jetzt im Nachtgeschäft tätig sind, wollen ihre Lokale auf Tagescafés umrüsten."










