Sexistische Werbung wird abgeholzt
Werberat stoppt die Kampagne einer Villacher Holzfirma.

Foto © SantnerDieses Plakat in Villach hat den Werberat auf den Plan gerufen
Mit dem stärksten Mittel des Österreichischen Werberates, nämlich der Aufforderung zum sofortigen Stopp der Kampagne, ist derzeit die Villacher Holzhandelsfirma Gitsche konfrontiert. "Ich wurde im Herbst von der Beschwerdestelle informiert, habe Stellung genommen und jetzt vom Entscheid erfahren", erklärt Geschäftsführer Peter Schwarzenbacher. Er ist seit 2009 im Betrieb, die Werbelinie ist jedoch schon seit 2007 in Verwendung. "Ich habe aber weder von Kunden noch Lieferanten eine negative Reaktion gehört. Im Gegenteil. Viele sehen das Plakat mit einem Augenzwinkern, weil es in unserer eher traditionellen Branche unüblich und frisch ist", sagt Schwarzenbacher.
Das sieht der Österreichische Werberat anders. "Die Abbildung ist geschlechterdiskriminierend und verletzt Anstand und gute Sitten. Ein Kampagnenstopp wie hier wird ohnehin selten ausgesprochen", erklärt Geschäftsführer Markus Deutsch. Regulierung oder gar Strafen kann es keine geben. "Unsere Gesellschaft ist unabhängig und steht für Selbstkontrolle und Selbstbeschränkung. Jedoch erklären sich alle beteiligten Medien bereit, dieses Sujet nicht mehr zu senden, zu drucken oder abzubilden."
Im Fall Gitsche wird das zu verkraften sein. "Wir haben das Bild auf fünf Lkw-Planen und den Tafeln vor dem Haus. Für Printwerbung verwenden wir ohnehin nur den Schriftzug", sagt Schwarzenbacher, der jetzt lieber an den Firmen-Expansionsplänen Richtung Büttinghaus-Areal arbeitet.










