Keine freie Schulwahl
Musisch-kreativ begabtes Veldener Mädchen darf nicht in Schwerpunkthauptschule in Villach gehen.

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Für jede Begabung gibt es in Kärnten eine Schule, die diese fördert und weiterentwickelt. So die Theorie. Für Eva Baumann und Tochter Valentina entpuppt sich nun die bittere Realität: Das musisch begabte Mädchen hätte mit der Neuen Mittelschule in Landskron die ideale Bildungsstätte gefunden. "Jetzt heißt es, dass sie dort nicht aufgenommen werden darf", erklärt Eva Baumann. Begründung: Die Familie wohnt im Schulsprengel Velden, der Schulgemeindeverband Villach-Land müsste der Stadt Schulgeld zahlen - und lehnt es ab. Dessen Vorsitzender Walter Harnisch ersucht um Verständnis: "Wir müssen auch unsere Schulen erhalten, zahlen 270.000 Euro für Kinder, die zwingend in die Stadt wechseln müssen. Über Ausnahmefälle mit einer eindeutigen Stellungnahme können wir reden." Villachs Stadträtin Gerda Sandriesser beharrt: "Jedes Kind ist an unseren Schulen willkommen, aber wir verzichten nicht aufs Schulgeld!"
Als letzten Ausweg würde die Mutter die Kosten selbst tragen - das ist aber gesetzlich nicht möglich: "Valentina hat vier Jahre die private Montessorischule in Wernberg besucht, Landskron wäre die ideale Fortsetzung. Ich möchte, dass sie weiterhin in ihren Talenten gefördert wird."
Schul-Abteilungsleiterin Gerhild Hubmann zitiert das Kärntner Schulgesetz: Abgelehnt darf nur werden, wenn in der Sprengelschule die Organisationsform gefährdet wäre - also durch die Umschulung eine Klasse wegfiele. Der Schulgemeindeverband macht diesbezüglich aber zu.










