Mit Strampeln aus Eisloch gerettet
"Habe die Kälte gar nicht gespürt": Der Villacher Ulrich Schmalzl schildert nach Einbruch in Ossiacher See, wie er dem eisigem Wasser entkam.

Foto © ZoreUlrich Schmalzl konnte sich aus dem eisigen Wasser retten
. Er ist in Villach-Lands-kron am Ufer des Ossiacher Sees aufgewachsen, ist mit dem Gewässer zu jeder Jahreszeit vertraut. Am Montag aber geriet Ulrich Schmalzl, früherer "Weinstadel"-Wirt, auf seinem Heimatsee in Lebensgefahr.
Der sportliche 71-Jährige fuhr mit den Schlittschuhen hinaus, als plötzlich - es war kurz nach 15 Uhr - rund 100 Meter vom Ufer entfernt das Eis unter ihm einbrach. Wie ausführlich berichtet, versank der Villacher im See. Es gelang ihm aber, sich selbst aus dem eisigen Wasser zu befreien und ans Ufer zu gelangen, wo er im Robinson Club Landskron erstversorgt und in der Sauna aufgewärmt wurde. Nach ambulantem Aufenthalt im LKH Villach kehrte Schmalzl noch Montagabend in sein Haus in Landskron zurück.
Versunken
Er sei wohlauf, sagt Schmalzl und erzählt, wie er eingebrochen ist: "Ich habe versucht, mich auf eine stärkere Eisfläche hinzuschmeißen, aber vergebens - unter mir brach alles ein." Bis zum Hals sei er im eiskalten Wasser versunken: "Ich habe die Kälte aber in dem Moment gar nicht so bemerkt, weil ich nur im Kopf hatte, wie ich da wieder herauskomme." Dies gelang ihm so: "Ich habe fest mit den Beinen gestrampelt, das hat mir Auftrieb gegeben und ich konnte auf stabileres Eis hinaufrobben", so Schmalzl. Er habe das einmal in Finnland beobachtet: bei Saunagängern, die sich mit heftigem Strampeln aus Eislöchern im See ziehen.
Zwei Tage vorher sei er über dieselbe Stelle gefahren, berichtet Schmalzl: "Und da geschah gar nichts. Das Eis ist heuer sehr unregelmäßig zugefroren und unberechenbar. Ich glaube, das hängt mit dem Klimawandel zusammen."










