VSV wahrte Playoff-Chance, KAC verlor
In der dritten Platzierungsrunde der EBEL verlor der KAC in Fehervar mit 1:2. In der Qualifikationsrunde unterlagen die Capitals abermals - diesmal mit 0:1 gegen den VSV.

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Die VSV-Spieler auf dem Eis, das Trainerteam auf der Betreuerbank und die Fans auf den Rängen - sie alle jubelten euphorisch. Villach hatte soeben gegen die Vienna Capitals das bislang wichtigste Spiel des Jahres mit 1:0 gewonnen. Nach diesem Pflichtsieg lebt die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale der heimischen Eishockey-Liga.
Trainer Mike Stewart warf nach dem 0:4 in Graz den Rettungsanker und krempelte, wie in Krisenzeiten üblich, seine Angriffsreihen völlig um. Er spannte Peintner und Craig zu Kaspitz, Benjamin Petrik und Toporowski zu Shearer, Weller und Pewal zu Damon. Razingar spielte mit Toff und Niki Petrik. Doch der "neue Anzug" zwickte und zwackte. Vorerst zumindest. Körperspiel und der 100-prozentige Glaube an den Erfolg fehlten noch. Dafür gab es Fehlpässe und von Nervosität begleitete Aktionen. Chancen gab es dennoch auf beiden Seiten. Markus Peintner scheiterte an Caps-Tormann Divis, ebenso Toma Razingar. Auf der Gegenseite vergaben Fortier und Gratton für Wien.
In der Drittelpause fand "Schneidermeister" Stewart offenbar das richtige Maß. Villach erhöhte die Schlagzahl und zeigte mehr Leidenschaft. Derek Damon, Rob Shearer und erneut Peintner versiebten Villachs Führung. Die besorgte Gerhard Unterluggauer. Gegen seinen "Hammer" war selbst Divis machtlos (29.). Villach blieb am Drücker und erarbeite sich weiter Chance um Chance. Allein das Glück und Divis wollten nicht mitspielen. Wie sehr die Adler um den Pflichtsieg rauften, zeigte sich, als sie 1:55 Minuten eine 3:5-Unterzahl schadlos überstanden.
Im Schlussdrittel sollte sich der fahrlässige Umgang mit den Großchancen beinahe rächen. Wien kam auf und hatte unter anderem bei einem Lattenschuss (Fortier) Pech. Mit viel Herz, den Fans im Rücken und dem ausgezeichneten Tormann Bernhard Starkbaum (sechstes Saison- Shutout) brachte man den Sieg über die Zeit.
KAC bleibt Vierter
Johannes Reichel hat es in einem Interview vor dem Spiel schon auf den Punkt gebracht. Die Ungarn seien zu Hause eine Macht und heuer erstmals in der Lage, sogar um den Titel mitspielen zu können. Man dürfe sie keineswegs unterschätzen. Ex-KAC-Trainer Primeau hat viel aus diesem Team herausgeholt.
So stellte auch nach genau sieben Minuten Fehervar-Neuerwerbung Chad Klassen seine Goalgetter-Qualitäten erstmals unter Beweis. Mike Siklenka gelang 101 Sekunden später der Ausgleich, Lammers hatte noch eine gute Chance, aber die Gastgeber waren ebenso brandgefährlich. Und Mihály nützte das erste Überzahlspiel schon zum entscheidenden 2:1.
Im Mitteldrittel entwickelte sich eine sehenswerte und schnelle Partie. Der KAC war besonders bemüht um den Ausgleich, aber einer wie der andere scheiterte spätestens an Goalie Munro. Ein offener Schlagabtausch war die Folge, aber lange, bis zum Ende ohne zählbare Erfolge. Längst hätte sich der KAC den Ausgleich wohl verdient, es fehlte aber die letzte Konsequenz und so lief den Klagenfurtern nur die Zeit davon. 85 Sekunden vor Schluss nahm Trainer Viveiros auch Swette aus dem Tor - aber es brachte nichts mehr.
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Fakten zum KAC-Spiel
Fehervar - KAC 2:1 (2:1,0:0,0:0)Szekesfehervar, 3.500, SR Dremelj/Trilar
Tore:
Klassen (8.), Mihaly (19./PP) bzw. Siklenka (9.)
Strafminuten:
0 bzw. 2 plus 10 Scofield
Fakten zum VSV-Spiel
VSV - UPC Vienna Capitals 1:0 (0:0,1:0,0:0)Villacher Stadthalle, 3.200, SR Fussi/Smetana
Tor:
Unterluggauer (29.)
Strafminuten:
6 plus 10 Kaspitz bzw. 6 plus 10 Gratton



















