NS-Sager von Schüler ist nun Fall für den Staatsanwalt
Ein Bursche beschimpfte an der Kärntner Tourismusschule Mitschülerinnen als "KZ-Nutten". Der Direktor schickte eine Kopie und Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft. Zuvor hatten sich die betroffenen Schülerinnen an den Direktor gewandt.

Foto © NunnerFällt sonst eher durch gute Schlagzeilen auf: Tourismusschule
Nach dem Exklusiv-Bericht der Kleinen Zeitung über den NS-Sager eines Schülers der Kärntner Tourismusschule gehen die Wogen hoch. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt gegen den Schüler. Den Stein ins Rollen gebracht hat der Direktor der Schule, Gerfried Pirker. Einige Schüler hatten sich auf Facebook derb beschimpft. Die Spitze des Eisberges war, als ein Schüler einige Mitschülerinnen als "KZ-Nutten" bezeichnet hatte. "Das kann man nicht einfach so hinnehmen", sagt der Direktor. Pirker führte ein Gespräch mit dem Schüler und wies ihn auf die mögliche Wiederbetätigung hin, die gesetzlich verboten ist. Doch der minderjährige Schüler zeigte sich nicht einsichtig. Seine Begründung: "KZ-Nutten" hätten nichts mit KZ zu tun, sondern bedeute "Komplette Zigeuner-Nutten." Jetzt ist die Justiz am Wort.
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Direktor Gerfried PirkerFoto © Willi Zore










