"Draupassagen" hoffen auf Ausnahme
"Atrio"-Radiusklausel macht es geplantem Einkaufszentrum zusätzlich schwer. Baubeginn im Frühjahr scheint aber möglich.
Die Geschichte des immer noch nicht verwirklichten Einkaufszentrums Draupassagen im Villacher Bahnhofsviertel zieht sich wie ein Strudelteig (siehe Infokasten links). Jahr um Jahr wurde der Baubeginn verschoben, dann das Bestandsobjekt abgebrochen.
Die Stadt Villach steht Gewehr bei Fuß - mit allen Genehmigungen und mit einer riesigen Kletterwand, die hier als zusätzlicher Magnet wirken soll. "Christian Rosenthal ist nach wie vor sehr intensiv bemüht, das Projekt auf Schiene zu bringen", erklärt Sprecher Kurt Knappinger. "Er steht zu 100 Prozent dahinter."
Die Radiusklausel eines großen Konzerns, der ein Einkaufszentrum betreibt, macht dem Draupassagen-Projekt allerdings schwer zu schaffen. Knappinger: "Es geht jetzt im Grunde nur noch um einen Textil-anbieter, der fast 3000 Quadratmeter braucht." Nachdem sich auch Bürgermeister Helmut Manzenreiter in die Schlacht geworfen hat, scheint jetzt Bewegung in die Radiusproblematik zu kommen. "Kommende Woche gibt es ein Gespräch mit dem Konzernverantwortlichen, wir haben Hoffnung, dass es hier ausnahmsweise eine Lockerung für den Textiler geben könnte", erzählt Knappinger. Bis auf einige kleine Nischenflächen, die man mit lokalen Betrieben auffüllen will, wären die Draupassagen dann vermietet. Auch die Gastronomie ist angeblich unter Dach und Fach.
Laufen die Gespräche zufriedenstellend, ist mit einem Baubeginn im April oder Mai - 2012 - zu rechnen. "Bisher sind die Ausschreibungen liegen geblieben." Nach dem offiziellen Zeitplan wäre mit einer Eröffnung der Draupassagen vor Ostern 2013 zu rechnen. Seit Jahren existiert - abgesehen von der riesengroßen Baugrube hinter dem Baustellenzaun - nur die modernisierte Apotheke. Neben Billa und Bipa ist auch ein kleiner Elektronikanbieter an Bord, von Libro ist ebenfalls die Rede.










