Haschisch-Lager roch bis ins Stiegenhaus
Binnen zwei Monaten landeten Villachs Drogenfahnder den vierten Coup im Drogenmilieu.
Bei uns im Haus riecht es so komisch süßlich." Gleich mehrere Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Villach-Völkendorf bewiesen eine feine Nase. "Durch die Bürgerhinweise haben wir Ermittlungen aufgenommen", bestätigt Oberst Friedrich Hanser, Leiter des operativen Kriminaldienstes beim Stadtpolizeikommando.
Nachdem sich die Geruchsspur bei der Eingangstüre zur Wohnung eines 19-jährigen Lehrlings konzentrierte, schritten die Drogenfahnder zur Tat. Mittels gerichtlichem Hausdurchsuchungsbefehl statteten sie dem Lehrling einen Besuch ab und wurden prompt fündig. 320 Gramm getrocknetes und verkaufsfertiges Cannabiskraut fielen den Ermittlern in die Hände. Dann ging für die Kriminalisten die Reise weiter: zum Elternhaus des 19-Jährigen im Bezirk Villach-Land. Dort lagerten weitere 690 Gramm der Droge.
Nach Angaben der Polizei soll der Lehrling bei den Einvernahmen gestanden haben, seit Beginn dieses Jahres 350 Gramm Kokain und rund ein Kilogramm Cannabiskraut als "Einzelhändler" in verschiedenen Lokalen in Villach an Konsumenten verkauft zu haben. Aus dem Verkaufserlös des Rauschgiftes will er unter anderem seine eigene Sucht finanziert haben. Der 19-Jährige befindet sich derzeit in einem Drogenentzugsprogramm.
Für die vier Draustädter Drogenfahnder ist es bereits der vierte Erfolg gegen die Suchtgiftszene innerhalb der letzten zwei Monate. "Die Arbeit geht aber weiter", sagt Oberst Hanser.










