Dealer betrieb schwunghaften Handel mit gestrecktem Kokain
Fahnder nahmen einen 38-jährigen Familienvater, der in Villach lebt, fest. Seit zwei Jahren hat er Stammkunden mit geschmuggeltem Suchtgift beliefert. Seit 2010 hatte der Kroate Kokain nach Österreich geschmuggelt und verkauft.

Foto © Kleine Zeitung/Erwin Scheriau (Symbolbild)
Das Geschäft lief gut, die Gewinnspanne war hoch: Zwischen 35 und 40 Euro bezahlte ein in Villach lebender Kroate (38) am Drogenmarkt in seiner Heimat für ein Gramm Kokain. Weiterverkauft hat er es in Kärnten sowie in Salzburg zu einem Grammpreis von 80 bis 100 Euro an rund 15 Stammkunden. Seinen Gewinn erhöhte er mit einem Trick: Bevor der Kroate das Kokain für den Verkauf in die szenetypischen Ein-Gramm-Briefchen abfüllte, streckte er es mit Milchzucker.
Jetzt haben Drogenfahnder des Landeskriminalamtes dem schwunghaften Kokainhandel ein Ende gemacht: Sie nahmen den beschäftigungslosen Kroaten in seiner Wohnung in Villach fest, wo er mit Frau und drei Kindern seit 1991 ansässig ist.
"Der Mann lebte sehr gut vom Suchtgifthandel", bestätigt ein Ermittler. "Seit 2010 hat er regelmäßig Kokain nach Kärnten geschmuggelt. Zugegeben hat er 130 Gramm, die Menge dürfte aber weit größer sein." Die Justizanstalt Klagenfurt, in die er jetzt eingeliefert wurde, kennt der Kroate: Er war schon vor vier Jahren wegen Drogenhandels in Haft.












