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Zuletzt aktualisiert: 28.09.2011 um 21:06 UhrKommentare

Karawankentunnel: Kampf für zweite Röhre

Kärnten und Slowenien wollen in Wien gemeinsam auftreten. Von der Asfinag geplanter Rettungsstollen wäre für Landeshauptmann Gerhard Dörfler "eine glatte Fehlinvestition".

Staus vor dem Karawankentunnel sollen durch den Bau einer zweiten Röhre verhindert werden

Foto © EggenbergerStaus vor dem Karawankentunnel sollen durch den Bau einer zweiten Röhre verhindert werden

Heuer rollte der Urlauberverkehr im Sommer staufrei über die Tauern. Der Pferdefuß: Der Stau hat sich nicht rückstandsfrei aufgelöst, sondern nach Kärnten verlagert. "Die Karawankenautobahn hat beim Verkehrsaufkommen mit sechs Prozent den stärksten Zuwachs aller Transitrouten", sagt Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Im Schnitt rollen täglich 9000 Fahrzeuge durch den Karawankentunnel. An Spitzentagen sind es 30.000 - und das, obwohl der Karawankentunnel der "unsicherste Tunnel im Land" sei.

Beides, der Verkehrszuwachs und die mangelnde Sicherheit, seien gute Argumente für den Bau einer zweiten Röhre für den Karawankentunnel, betont Kärntens Landeshauptmann. Am Dienstag traf er in Kranjska Gora Sloweniens Verkehrsminister Patrick Vlai. Nach dem Gespräch mit dem Minister und Experten hebt Dörfler hervor, dass Kärnten und Slowenien an einem Strang ziehen: "Wir wollen den Bau einer zweiten Vollröhre. Diese gemeinsame Position, die in Memoranden festgehalten wird, ist wichtig gegenüber Wien."

Dem von Asfinag und dem Verkehrsministerium ins Auge gefassten Bau eines Rettungsstollens kann Dörfler nichts abgewinnen: "Eine glatte Fehlinvestition!" Dörfler rechnet vor: Der Rettungsstollen würde 93 Millionen Euro kosten, eine Vollröhre 236 Millionen. Wenn dagegen ein Rettungsstollen später in eine Vollröhre umgewandelt würde, entstünden Gesamtkosten von 413 Millionen Euro.

Der Landeshauptmann ist überzeugt, dass sich an der slowenischen Haltung zum Karawankentunnel nichts ändern wird, sollten Neuwahlen zu einem Machtwechsel führen.

Am Rande des Treffens in Kranjska Gora regte Dörfler nach dem Vorbild Klagenfurt-Graz und Klagenfurt-Udine-Venedig auch die Einführung einer Schnellbusverbindung zwischen Klagenfurt und Laibach an.


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