Ein ganzes Jahr für die Kinder
Drei junge Steirerinnen absolvieren im Haus Herrnhilf in Treffen ihr freiwilliges soziales Jahr. "Eine einzigartige Erfahrung", sind sie überzeugt.

Foto © FanturIm Jahr der Freiwilligkeit arbeiten sie im Haus Herrnhilf: Stefanie Kulmer (links) mit Sean-Carlo und Jasmin. Oben: Katrin Weiß mit Silvian. Unten: Sabine Karner
Ein Jahr für andere da sein, das setzen derzeit Sabine Karner (20) aus Edelsbach bei Feldbach, Stefanie Kulmer (20) aus Kapfenberg und Katrin Weiß (20) aus Hirsdorf bei Gnas um. Sie sind drei von 239 österreichischen engagierten Jugendlichen, die im Rahmen des freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) ihren Sozialdienst leisten. Ihr Einsatzort ist das Haus Herrnhilf der Diakonie de La Tour in Treffen bei Villach. Steffi Karner wollte nach der Matura nur mal für ein Jahr weg von zu Hause; Katrin Weiß wurde an der Fachhochschule für Physiotherapie nicht aufgenommen und wollte ein sinnvolles Jahr verbringen.
Strahlende Augen
Nun betreuen sie im Haus Herrnhilf Kinder und Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen, die in de La Tour ein soziales Netz gefunden haben. Sie helfen im Haushalt, beim Lernen und spielen mit ihnen in der Freizeit. Am Abend bringen sie die Kids zu Bett, lesen ihnen Geschichten vor. "Die Kinder geben immer was zurück. Ihre Augen strahlen, wenn sie durch meine Hilfe eine gute Note in der Schule bekommen", sagt Kulmer. "Es kommt aber auch vor, dass ich, wie ein Mediator, einen Streit schlichten muss", erzählt Karner, die schon als Au-pair in Kanada gearbeitet hat. Für die Praktikantinnen ist das freiwillige soziale Jahr und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eine Bereicherung und Orientierungshilfe. Sie sind sicher, dass sie sich im Herbst an der Fachhochschule für Soziale Arbeit in Graz anmelden werden, um auch später beruflich mit Kindern zu arbeiten.












