Die Lederergasse wird "exportiert"
Bregenz interessiert sich für erfolgreiches Private/Public-Vereinskonzept.
Problemzonen hat jede Stadt. "Der Kernpunkt ist jedoch, wie man es schafft, Hausbesitzer zum gemeinsamen Handeln zu bewegen", erklärt Stadtmarketing-Manager Gerhard Angerer. Der Stadt Villach ist es mit dem Verein "Lederergasse", der im Oktober sein einjähriges Bestehen feiert, gelungen.
Diese beispielhafte Lösung findet nicht nur in bundesweiten Medien, wie dem Standard, Aufmerksamkeit, auch die Stadt Bregenz will sich am Villacher Modell orientieren. "Das zeigt, dass der Weg einer Partnerschaft zwischen Stadt, Hausbesitzern und Wirtschaft der richtige ist", sagt Bürgermeister Helmut Manzenreiter. In nur einem Jahr konnte der Verein einiges bewegen: Kunstprojekte, die Vermittlung von Geschäftsflächen und Räumlichkeiten, es gab interne Erhebungen, Konzeptentwicklungen zum Thema Graffiti und es wurde in einem Workshop mit der Firma STO ein Fassadengestaltungskonzept erarbeitet, an dem sich die Hausbesitzer zukünftig einheitlich orientieren wollen.
Kreativwirtschaft
"Es geht natürlich um eine langfristige Entwicklung", so Angerer. Ein zentraler Punkt ist das Businesskonzept, welches gerade finalisiert wird. "Wenn das Konzept steht, sind wir auch in der Lage, in die offensive Akquise zu gehen", so Angerer. Besonders die "Kreativwirtschaft" soll angesprochen werden. "Ein wichtiger Prüfstein, von dem natürlich die Weiterentwicklung der gesamten Gasse abhängt."
Im Herbst sorgt der Verein auch für eine "optische Überraschung", mehr will Angerer aber nicht verraten. "Solche Aktionen finanziert der Verein aus seinem Jahresbudget von 60.000 Euro, das zu 60 Prozent von der Stadt Villach unterstützt wird." Sollte das Projekt "Lederergasse" von der Beratungsfirma Cima, die den Prozess begleitet hat, woanders umgesetzt werden, gibt es für den Verein auch einen Entwicklungskosten-Rückfluss.












