Anlaufstelle für Rheuma-Patienten
Mit einer "Rheuma-Ambulanz" füllt das LKH Villach eine schmerzliche Lücke im gesundheitlichen Versorgungssystem. Hausarzt weist zu.
Satte 15 Jahre Vorarbeit", sagt Primarius Harald Wimmer vom LKH Villach, haben nun zur Installation einer "Rheuma-Ambulanz", die seiner Abteilung zugeordnet ist, geführt. Bedarf ist gegeben, sind doch 15.000 Kärntner an Rheuma erkrankt und sogar 150.000 von partiellen rheumatischen Beschwerden geplagt.
Mit Experten Primarius Wolfgang Thoma (bisher Privatklinik Villach) hat man einen Spezialisten an Bord geholt, der die Facharztausbildung von zwei Jungmedizinerinnen zu Rheumatologinnen betreuen wird. Kabeg-Vorständin Ines Manegold betonte bei der Präsentation der neuen Schiene den Wunsch nach ausgebildeten Jungmedizinern "für das eigene Haus". Bisher gab es am LKH Villach keine Rheumatologen, obwohl es sich um eine "Volkskrankheit" handelt.
Zuerst zum Hausarzt
Beim Hausarzt, so empfiehlt der kaufmännische Direktor Karl Wulz, holt man sich eine Zuweisung zur Ambulanz, dort wird dann ein Termin vereinbart. Thoma berichtet von Wartezeiten bis zu vier Monaten bei niedergelassenen Spezialisten und hofft, Erkrankte nicht in die Hilflosigkeit abgleiten zu sehen. "In den jüngsten zehn Jahren hat sich die Rheumatologie enorm weiterentwickelt" berichtet Thoma, der auch Patienten aus dem Oberkärntner Raum ansprechen möchte. Für seine im Aufbau befindliche Ambulanz bittet er um Geduld bei der Terminvergabe. Gesundheitsreferent Peter Kaiser freut sich, dass für die 500 Arten von Rheuma bald Spezialisten zur Hilfestellung bereitstehen werden. Hilfe gibt es auch bei der Selbsthilfegruppe Rheuma, jeden ersten Freitag von 13 bis 15 Uhr, betreut von Gertraud Tschachler. Infos unter Telefon 04242-208 DW 2301.











