Anrainer sehen Chancen
Für das neue Kieswerk auf dem Rogatsch bei St. Niklas könnte es nun doch eine Umweltverträglichkeitsprüfung geben. Magistrat ist am Zug.
Die Anrainer rund um den Rogatsch und das dort geplante Schotterwerk können vorsichtig Hoffnung schöpfen: Es besteht jetzt die Chance, dass es doch ein Umweltverträglichkeitsgutachten (UVP) geben muss, ehe die Kiesgrube eröffnet werden kann. Und: In diesem breit angelegten Verfahren haben die Bürgerinitiativen dann auch Parteienstellung.
Wie berichtet, ist der Akt von der Kärntner Landesregierung zurück in die Umweltabteilung des Magistrates Villach geschickt worden. "Was nicht unüblich ist", wie Bürgermeister Helmut Manzenreiter (SPÖ) erklärt. Im Rathaus checkt die erfahrene Umweltjuristin Isabella Riener jetzt die Bedingungen: "Ich habe dem Sachverständigen die Unterlagen übermittelt und gehe davon aus, dass er allerdings noch tiefer gehende Fragen geklärt haben wird wollen."
Um die Notwendigkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung festzustellen, muss erhoben werden, welche Rodungen und Schotterabbauprojekte es in den vergangenen zehn Jahren in diesem definierten Gebiet gegeben hat. Riener: "Der Projektwerber muss die erforderlichen Unterlagen beibringen." Zum Vergleich: Die Umweltverträglichkeitsprüfung für das Atrio hat die Juristin in sieben Monaten abgewickelt.
Ähnlich gelagert ist die Situation auch rund um das in Fürnitz geplante Umspannwerk und die Leitungsverstärkung nach Landskron. Wegen einer erheblichen Abänderung bei der Trassierung wurde ein neuerliches Feststellungsverfahren eingeleitet, ob eine UVP nötig ist. Landesrätin Beate Prettner (SPÖ): "Es geht um die Frage der Rodungskapazität."











