Lisa klopft nun an die Olympia-Tür
Die Triathletin Lisa Perterer schafft bei ihrem Weltcupdebüt einen Stockerlplatz.
EDMONTON. Für einen wahren Paukenschlag sorgte Lisa Perterer beim Triathlon-Weltcup in Edmonton. Die für den "HSV Triathlon Kärnten" startende Villacherin schaffte in der Frauen-Eliteklasse völlig überraschend den dritten Platz.
Als Zwölfte nach dem Schwimmen (1,5 km) lag Perterer während des Radsplits (40 km) ständig in der Spitzengruppe. Beim abschließenden Laufen (10 km) demonstrierte die Kärntnerin ihre Klasse.
Nicht zu halten war Ashleigh Gentle (AUS), die das Rennen mit der besten Laufzeit gewann. Dahinter musste sich Perterer erst im Zielsprint der Slowenin Mateja Simic um zwei Sekunden geschlagen geben. Die Kärntnerin kam nach 2:01:08 Stunden ins Ziel. "Ein einziger Traum. Ich kann dieses Ergebnis noch gar nicht glauben. Ich bin einfach glücklich."
Mit diesem Ergebnis katapultierte sich das Toptalent plötzlich ins Rennen um ein Ticket für Olympia in London 2012. Bemerkenswert: Für Perterer war Edmonton der erste Weltcupeinsatz überhaupt. Denn der kürzlich in Kitzbühel ausgetragene Bewerb, bei dem die 19-Jährige am Start war, zählt zur noch etwas stärker besetzten Weltmeisterschaftsserie (ähnlich der Formel 1). In Tirol war die Kärntnerin noch mittels Wildcard dabei. Dank der Weltcuppunkte von Kanada darf sie nächstes Wochenende auch beim WM-Lauf in Hamburg starten.
Im Herbst kommt Perterer, die erst kürzlich maturierte, zum Bundesheer und kann sich dann noch intensiver auf den Sport konzentrieren.
"Was Lisa in Kanada zeigte, war sehr stark. Immerhin ist es ihre erste Saison in der Eliteklasse und über die olympische Distanz. Wenn sie weiter ähnliche Leistungen zeigt, ist Olympia 2012 durchaus möglich", sagt Robert Michlmayr, Sportdirektor des österreichischen Triathlonverbandes. Ähnlich sehen es auch Perterers persönlicher Trainer Norbert Domnik und Kärntens Verbandstrainer Mario Kappler. A. JANDL/W. FELDNER














