Drei Titel für Nedelka Lorenz
150 Teilnehmer bei Behinderten-LA-Staatsmeisterschaften in Villach.
VILLACH. Thomas Geiersbichler ist das beste Beispiel, wie Sport nach einem Schicksalsschlag helfen kann. "Sport macht Freude und hilft körperliche Barrieren überwinden", hat sich der 35-jährige Salzburger als Lebensmotto gesetzt. Nach einem Autounfall 1994 querschnittgelähmt, hat er nicht den Lebensmut verloren und sich komplett dem Sport verschrieben. Inzwischen hat er es zum vielfachen Weltmeister und Goldmedaillensieger bei den Paralympics in Athen und Peking gebracht.
Am Wochenende war er auch bei den LA-Staatsmeisterschaften für Behinderte in Villach am Start, holte sich über 5000 und 800 m die Titel. Neben ihm waren mit Bill Marinovic und Andrea Scherney (beide Wien) noch zwei weitere Paralympics-Sieger am Start.
Die 60 Bewerbe wurden in den Bereichen Blinden-, Mentalbehinderten-, Cerebralparetiker-, Amputierten-, Rollstuhl- und Gehörlosen-Sport durchgeführt. Unter 150 Teilnehmern war Kärnten durch Markus Oberwinkler, Sepp Lackner (beide BSV Spittal), Stefan Kohlweg und Nedelka "Nelly" Lorenz (beide BSG Klagenfurt) vertreten.
Und Nelly Lorenz (40) ragte mit drei Mal Gold (Diskus, Speer, Kugel) und ein Mal Silber (200 m) aus dem Kärntner Quartett heraus. Damit hat die Klagenfurterin ihre Medaillensammlung auf 27 (!) "Goldene" erweitert. "Dafür trainiere ich aber auch fleißig", erzählt sie. Mit Bronze über 400 m holte mit Markus Oberwinkler ein weiterer Kärntner eine Medaille. "Meine erste LA-Medaille", jubelte der Spittaler. Denn bisher war er eher beim Schwimmen und Segeln erfolgreich. Lackner und Kohlweg landeten jeweils auf Platz vier. W. FELDNER















