Wenn die Grenzen sich langsam auflösen
Spectrum: Ausklang der "Gast:Räume" mit "Theater fragile", Publikumspreis für "SOS for Human Rights".
Zerbrechliches Theater in der neuenbuehnevillach: Das "Theater fragile", mit dem die "Gast:Räume" beim Festival Spectrum ausklangen, ließ stumme Gestalten aus schwarzen Kisten (Waggons?) lugen. Geräusche erinnern an das rhythmische Rollen auf Schienen oder Fahrzeugen auf schwierigen Wegen.
Die Schauspielerinnen und Maskenbauerinnen Luzie Ackers und Marianne Cornil spielen selbst oder führen Puppen - immer in verzagtem Grauton gehalten. Als die Figuren sich zuletzt behutsam aus der Kiste wagen, bauen sie einen Stand auf, von dem aus Suppe ausgeschenkt wird. Neo-Villacher wie die drei Afghanen Nasim Natavi, Aref-Hussain Gezabi und Mansour Anwari assistieren, die Grenze zwischen Akteuren und Publikum löst sich auf.
Spectrum-Preis
Nach der Vorstellung wurde der Spectrum-Preis vergeben, für den das Publikum auch heuer wieder Punkte vergeben konnte. Der so ermittelte Spectrum-Award ging an "SOS for Human Rights" des Berliner Grips-Theaters, das mit einer Kampagne gegen die menschenverachtenden Maßnahmen von Frontex durch Europa tourt. Zweiter wurde das Forumtheater "Interact" und Dritter das "Theater fragile".
Das Festival, von dem sich die beiden Leiter Katrin Ackerl Konstantin und Jan Erik Rippmann eine nachhaltige Bewusstseinsbildung in Sachen Integration und Migration erwarten, zeigt noch bis 8. Juni das Stück "RäuberN" in der Lederergasse.










