Heer will alte Waffen zurück
Skurill: Das Verteidigungsministerium verlangt vom Villacher Oberst Andreas Scherer Ausstellungsstücke des Bunkermuseums am Wurzenpass zurück.

Foto © ZoreDa war die Welt noch in Ordnung: Andreas Scherer mit einem russischen T-35-Panzer auf einem Tieflader des Bundesheeres
Einen Streit im Verteidigungsministerium um Ausstellungsstücke im Bunkermuseum am Wurzenpass deckt das Nachrichtenmagazin "Profil" in seiner neuesten Ausgabe auf. Der Gründer und Betreiber des Bunkermuseums, Oberst Andreas Scherer, ist fassungslos. "Ich wurde mit einem Schreiben der Rechtsabteilung des Ministeriums aufgefordert, Flieger- und Panzerabwehrkanonen sowie Panzertürme mit einem Gesamtgewicht von 162 Tonnen an das Bundesheer zurückzugeben", schildert der 44-jährige Villacher im Kleine Zeitung-Gespräch.
Horrende Transportkosten
Der Preis für den Transport mit Spezialfahrzeugen vom Wurzenpass ins Heeresgeschichtliche Museum "Arsenal" nach Wien würde nach Kostenvoranschlägen 276.000 Euro kosten. "Wenn ich das zahlen muss, bin ich bankrott, finanziell ruiniert", klagt Scherer. Er hat sich an den Verwaltungsgerichtshof gewandt. Auf den Wurzenpass wurden die Ausstellungsstücke vom Bundesheer transportiert - kostenlos.
Der Villacher Andreas Scherer arbeitet seit 1989 als Beamter im Verteidigungsministerium in Wien. Detail am Rande: Als Leiter der im Vorjahr aufgelösten Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit war er ein enger Mitarbeiter des entmachteten Generalstabschefs Edmund Entacher.











