Zeichen setzen für gehörlose Menschen
Verein "Visuelles Hören" will die Welten der Hörenden und der Gehörlosen näher zusammenbringen.

Foto © KK/VHHilfestellung bietet der Verein in verschiedensten Lebenssituationen
Der Villacher Verein "Visuelles Hören" lädt Anfang April zu einer besonderen Weiterbildung: "Wir veranstalten einen Einführungskurs in die österreichische Gebärdensprache, damit die Welt der Hörenden und jene der Gehörlosen besser miteinander verbunden werden", berichtet Verbandsleiter Günther Dobner. Ihm ist es ein großes Anliegen, beide Realitäten miteinander zu verknüpfen und jedermanns Augen für die Welt des Sehens und des visuellen Hörens zu öffnen. "Unser Verein ist notwendig, weil die Gesellschaft nicht in der Lage ist, den Gehörlosen in ihrer Kultur und Sprache Entwicklungsmöglichkeiten und Ausbildungen anzubieten, die ihren Fähigkeiten entsprechen", so Dobner. Daher ist gerade das Vereinsleben wichtig, es gibt regelmäßige Veranstaltungen für die Mitglieder, um sie vor Isolation zu bewahren.
"Kommunikation und Meinungsaustausch sind essenziell, dafür organisieren wir verschiedenste Freizeitaktivitäten", sagt Dobner. Saunarunden, Bastelnachmittage, Ausflüge, Feiern, Leseabende sind nur einige Aktivitäten des Vereins. "Visuelles Hören" bietet natürlich aber auch grundlegende Beratung, Begleitung und Betreuung an. Jegliche Fragestellung des alltäglichen Lebens, wie Hilfe beim Schriftverkehr, bei Anträgen, Übersetzungen von Texten aller Art oder auch Terminvereinbarungen werden unterstützt.
Das Angebot kann im Vereinslokal in der Völkendorfer Straße oder jeden zweiten Donnerstag im Monat von 12 bis 14 Uhr im LKH Villach in der Selbsthilfeinformationsstelle wahrgenommen werden.












