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Zuletzt aktualisiert: 11.09.2010 um 20:16 UhrKommentare

Hausbesitzer rüsten gegen Einbrecher auf

Villach ist ein beliebtes Revier für Diebe. Immer mehr Alarmanlagen werden angemeldet. Gewitter lösen jedoch zahlreiche Fehlalarme aus.

Im Kampf gegen Einbrecher rüsten die Villacher immer mehr auf. Vor allem Alarmanlagen sind im Vormarsch. "Momentan werden, vermutlich nicht zuletzt durch die mediale Berichterstattung, vermehrt Alarmanlagen angemeldet", sagt Markus Plazer, Leiter der Sicherheits- und Kriminalpolizeilichen Abteilung in Villach.

Die Sicherheitsfirmen freut es, doch die Polizei hält es immer mehr auf Trab. Vor allem in den Sommermonaten musste die Exekutive auch vermehrt zu Fehlalarmen ausrücken. Der Grund: Sommergewitter lösten viele Anlagen ohne Überspannungsschutz aus. Insgesamt kam es im heurigen Jahr schon zu 270 Fehlalarmen. Der Einsatz muss natürlich vom Besitzer bezahlt werden und kostet zwischen 72 und 110 Euro. "Doch das soll niemanden davon abschrecken, eine Alarmanlage zu installieren", betont Plazer. 370 Alarmanlagenbesitzer sind mit der Villacher Polizei verbunden. Davon 190 indirekt, das heißt, der Alarm wird von einem Unternehmen, wie dem Österreichischen Wachdienst, an die Polizei weitergeleitet.

Alarmanlage kennenlernen

Doch eine Alarmanlage ist trotzdem empfehlenswert", sagt auch Peter Komposch vom Verein Safer Cities. Er berät Interessenten nicht nur unabhängig und kostenlos, sondern vermittelt auch günstige Privatanlagen ab 1500 Euro. "Eine 4000-Euro-Anlage ist oft gar nicht notwendig. Eine Alarmanlage sollte unbedingt an die Lebensgewohnheiten angepasst werden. Außerdem braucht man einige Zeit für Feineinstellungen oder auch, um sie zur Gewohnheit im Alltag werden zu lassen."

Richtig eingesetzt bringt eine Alarmanlage aber vor allem "innerliche Sicherheit". "Man hofft nicht ständig, dass wohl nichts passiert ist. Man weiß es", so Komposch. Denn Einbrecher warten auch in Villach nicht immer, bis jemand auf Urlaub fährt. 20 Minuten reichen da nicht nur für einen Spaziergang mit dem Hund, sondern auch für einen Einbruch. Allein im ersten Halbjahr gab es in der Draustadt 186 Einbrüche, eine Steigerung zum Vorjahr von 81 Prozent. In Wohnobjekte wurde 109 Mal eingebrochen.


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