"Englisch lernen hält mich richtig fit"
Magareth Smoley feierte den 100. Geburtstag gestern mit Chor-Besuch und guter Laune.
Das Kreuzworträtsel lösen und dann der Englisch-Chrash-Kurs der Kleinen Zeitung - das ist das tägliche Ritual von Magareth Smoley. "Ich schreibe mir immer den deutschen und auch den englischen Satz heraus. Solange ich die Zeilen noch gerade schreibe, ist alles gut", lacht die Villacherin.
Immerhin feierte sie gestern ihren 100. Geburtstag. Und deshalb hat sie sich auch die Kleine Zeitung von damals schicken lassen. "Der Aufmacher 'Ein Löwenkampf in Afrika' ist ja ganz spannend. Aber für mich persönlich war interessant, dass ich tatsächlich an einem Mittwoch geboren bin. Meine Mutter hat das immer behauptet, aber so richtig gewusst hat es keiner mehr", erzählt die rüstige Villacherin, die noch vieles alleine macht, nur kochen mag sie nicht. "Das ist schon anstrengend."
Dabei hat sie sich schon mit 15 Jahren, als zweitälteste von insgesamt acht Geschwistern, um diese kümmern und für sie kochen müssen. "Meine Mutter lag nach der Geburt meines Bruders sehr lange Zeit im Wochenbett. Da ging ich von der Schule ab, um die Familie zu versorgen", erinnert sie sich. "Mein Vater starb schon mit 48 an Darmkrebs." Später wechselte sie zur Post in Paternion, wo sie auch ihren Ehemann Franz kennenlernte.
"Die Mütter der Frauen im heiratsfähigen Alter waren ganz schön bös auf mich. Immerhin habe ich als Zuag'raste mit meinem Mann die beste Partie gemacht. Er war Lehrer, zehn Jahre älter als ich und recht fesch", lacht Smoley.
Zu ihrem gestrigen großen Jubiläumsfest kamen auch 48 Sängerfreunde aus ganz Villach. "Ich habe begeistert im Chor der Jungebliebenen gesungen", verrät sie. Ein Geburtstagsständchen war da selbstverständlich. CLAUDIA LUX












