Anrainer-Protest gegen Umspannwerk
Geladene Stimmung in Fürnitz. Bewohner wettern gegen geplantes Umspannwerk.

Foto © FanturAnrainer Eduard Martintschitsch zeigt, wo das Umspannwerk geplant ist
Das "Kelag Netz" plant die "Netzabstützung Villach" - das heißt eine Verstärkung der alten Netz-Leitungen zwischen Fürnitz und Landskron und vor allem die Errichtung des 220/110-kV-Umspannwerkes, östlich der Ortschaft St. Job. Die Kelag lud zwar Anfang Juli zu einem Info-Abend, "leider wurden die Bewohner der betroffenen Ortschaften erst am Tag der Veranstaltung per Postwurf informiert", bedauerte Markus Mertel. Gemeinsam mit Daniel Zollner und Eduard Martintschitsch gab er nun die Infos an die Anrainer weiter. Am Sonntag trafen sich etwa 40 Bewohner im Gasthaus Pranger in Sigmontitsch zur hochgeladenen Diskussion. "Ein Vier-Hektar-Umspannwerk zerstört den Naherholungsbereich", wetterte Markus Mertel. Die Kritiker betonen, dass auch die Zufahrt für die tonnenschweren Trafos nicht geklärt sei. Außerdem verlaufe am geplanten UW-Standort eine Gaspipeline. Ein Betroffener regte an, dass das Umspannwerk technisch und infrastrukturell am besten zum Industriepark in Fürnitz passen würde. "Wir sind in Fürnitz genug belastet. Drei Gas- und eine Ölpipeline, einen Großverschiebebahnhof, die Eisen- und Autobahn und so weiter", so Zollner. Gefordert wird eine verstärkte Einbindung der Anrainer und mehr Transparenz seitens der Kelag. An diesem Abend wurden bereits 28 Unterschriften gegen das Umspannwerk gesammelt. Die Unterschriftenaktion wird fortgesetzt. PETER FANTUR











