Für die Retter wird es langsam eng
Rotkreuz-Bezirksstelle Villach platzt aus allen Nähten. Dringend notwendiger Neubau wäre vorbereitet, scheitert jedoch an altem Mietvertrag.
D ie Planung wäre eigentlich abgeschlossen, die nötige Liegenschaft zur Erweiterung gekauft, auch die Finanzierung steht. Und die Villacher Rotkreuz-Teams warten dringend auf den Neubau, damit sich ihre Arbeitsbedingungen endlich verbessern.
Jedoch: Im alten Abbruchhaus in der Dreschnigstraße beharrt eine Physiotherapeutin auf ihrem Standardmietvertrag und blockiert damit die Pläne der Retter. "Das ist ein echtes Problem für uns geworden", bringt es Landesgeschäftsführer Ingo Mostecky auf den Punkt. "Wir haben ihr eine attraktive Ablöse angeboten, auch, dass sie wieder in unseren Neubau einziehen könnte, aber bisher hat sie alles ausgeschlagen. Oder sie konnte sich für keine vorgeschlagene Variante entscheiden." Zwischenzeitig sind die Anwälte mit dem schwelenden Konflikt befasst.
Unzumutbar
Die Arbeitsbedingungen im Stammhaus der Rotkreuz-Helfer wären unzumutbar geworden. Mostecky: "Der Betreuungs-und Pflegedienst ist stark gewachsen. Und den freiwilligen Helfern können wir hier keine Bedingungen mehr bieten, die akzeptabel wären." In den Aufenthaltsräumen gäbe es nicht einmal genügend Sitzgelegenheiten für alle. "Wir haben schon viele ehrenamtliche Mitarbeiter wieder verloren." Kommenden Freitag gibt es eine Besprechung im Magistrat, weil "öffentliches Interesse besteht, dass wir unsere Rettungsdienste abwickeln".
Die Mieterin war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Features
BEZIRKSVERSAMMLUNG
Fakten. Bei der Jahreshauptversammlung berichtete der neue Bezirksstellenleiter Dietmar Tschudnig, dass die 210 freiwilligen und 76 hauptberuflichen Villacher Rotkreuz-Mitarbeiter im Vorjahr 1,4 Millionen Kilometer zurückgelegt haben. Sie leisteten 57.060 Einsätze. Für 40 Jahre Rotkreuz-Dienst wurde Helmut Schluga geehrt, für 30 Jahre Werner Trojani. Die Verdienstmedaille in Bronze gab es für Thomas Greibl.











