Blumenladen treibt Jubiläumsblüten
Klein, aber oho: Das Blumengeschäft Moser im Herzen der Villacher Altstadt wird heuer 100 Jahre alt und setzt auf Frische und Qualität aus der eigenen Gärtnerei.
DANJA SANTNER
Eine chinesische Weisheit verspricht lebenslanges Glück, wenn man den Beruf des Gärtners ergreift. So gesehen haben es Damara und Hubert Marko vom Blumengeschäft Moser besonders gut getroffen. Schließlich haben gleich beide dieses Handwerk aus Überzeugung und Leidenschaft ergriffen.
Das heurige Jahr bringt für das Ehepaar noch dazu 100 weitere gute Gründe, glücklich zu sein: Ihr Blumengeschäft am 8.-Mai-Platz in Villach ist genau ein Jahrhundert alt. "Für mich gibt es nichts Schöneres, als diesen Beruf", schwärmt die gelernte Bürokauffrau Damara. Im zweiten Bildungsweg haben sie und Gatte Hubert das Floristenhandwerk von der Pike auf gelernt.
Historischer Boden
"Wir haben zehn Jahre in Graz alle Stationen von Großhandel, Produktion bis zum Vertrieb durchlaufen. Da hat uns Aloisia Moser kennengelernt und schließlich die Übernahme ihrer Gärtnerei in der Trattengasse angeboten", erzählt Floristenmeister Hubert Marko. Gesagt, getan. Die Markos führen seither die von Moser gelebte Philosophie, dass Qualität absoluten Vorrang haben muss, bis heute weiter. "In der Trattengasse wird auf 6000 Quadratmetern, die übrigens seit jeher historischer Gartenboden sind, produziert. Die erntefrische Ware kommt dann zum Verkauf ins Geschäft", so Damara Marko.
Die acht Mitarbeiter werden alternierend in beiden Bereichen eingesetzt, "so sind alle im Team vom Ursprung bis zum Verkauf in Kontakt mit den Blumen". Apropos: Derzeit bereiten sich die Markos in der Produktion schon auf Sommer und Herbst vor, während im Geschäft noch die Osterglocken läuten und Tulpen in wunderschönen Kreationen über den Ladentisch gehen. "Oft ist es bei uns ziemlich eng, wir haben ja nur 18 Quadratmeter", erklärt Hubert Marko. Dafür können seine Kunden das Handwerk direkt und hautnah miterleben.
Wissen weitergeben
Nebenprodukt der engen Weite sind unmittelbare Reaktionen, strahlende Gesichter oder nette Komplimente für die immer außergewöhnlich kreativ gestaltete Auslage. "Es gibt Kunden, die kommen extra und bedanken sich sogar dafür", verraten sie.
"Wir sehen unser Geschäft auch als Kommunikations-Treffpunkt. Aloisia Moser hat diesen sozialen Aspekt ebenfalls gepflegt." Eine Vergrößerung käme den Markos also nie in den Sinn: "Wir investieren lieber in unsere Lehrlinge, die ausgezeichnete Arbeit leisten." Zwei haben gerade beim Landeswettbewerb mit Bravour aufgezeigt. "Da wollen wir ansetzen und zeigen, dass man mit Wissen Vorsprung schafft!"











