Ein Minister der schönen Künste
Der Villacher Künstler und Tausendsassa Rudi Haidutschek ist heute 90.
Er ist als Künstler ein Tausendsassa, als Mensch ein liebenswerter Zeitgenosse: Rudi Haidutschek vollendet heute sein 90. Lebensjahr. Die Biografie seines langen, erfüllten Künstlerlebens würde Bände füllen, den meisten ist er durch seine Ausgestaltung von Gastlokalen mit seiner Art der ornamentalen Bauernmalerei bekannt. Hendlkönig Friedrich Jahn übernahm diese für 23 seiner "Wienerwald"-Lokale, aber auch viele Bildstöcke und Kapellen in ganz Kärnten tragen seine harmonisch-farbenfrohen Werke.
Das ist aber nur eine Facette seines Könnens. Ein Blick in sein Atelier im SeneCura-Heim in Arnoldstein, wo er seit sechs Jahren mit seiner Frau lebt, zeigt die Vielfalt der Stile, in denen er sein Talent auch heute noch beweist. "Dabei habe ich damals von meinem Zeichenlehrer einen Vierer bekommen, der hat nicht geglaubt, dass die Bilder von mir sind", erinnert er sich.
Den Villachern ist Haidutschek auch als eines der ältesten und treuesten Mitglieder der Bauerngman und als Faschingsurgestein ein Begriff. "In den Anfängen hab ich halt den Großteil der Requisiten hergestellt", sagt Haidutschek. Auch seine Auftritte als Clown inklusive Salto rückwärts sind legendär. Als "Minister der schönen Künste" konnte er auch dort sein Talent einbringen und hat unter anderem den Faschingsorden entworfen.
Besonders stolz ist der Jubilar auf seinen Nachwuchs: "Ich bin froh, dass meine Tochter Trixi und ihr Sohn Oliver ihr großes Talent auch schon unter Beweis stellen konnten!" GERNOT RADER











