Achterbahn mit ,Hypoman'
Kurzweilig, fröhlich, bissig - so zeigt sich heuer die Sitzung der Villacher Faschingsgilde. Bei dem Bankenskandal a la Hypo und der Politik kein Wunder.
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Die Zuseher am ersten Abend der Villacher Faschingssitzungen erlebten eine Achterbahn der Gefühle: starker, bissiger, fröhlicher und schwungvoller erster Teil, nach der Pause der Abstieg ins Nirwana. Wusch!
Doch keine Angst, das gehört scheinbar zum Start-Alltag der Villacher Narren im Congress Center. Dieses Wechselbad zwischen schrill und traurig macht das Publikum der Familiensitzung fast jedes Jahr mit. Die gute Nachricht: Etliche Schwachstellen lassen sich ausmerzen. Regisseur Gernot Bartl weiß das und mithilfe von Kanzler Walter Rudka wird das Programm noch gestrafft, verbessert und in Schwung gebracht.
Wo die Villacher kaum noch zu überbieten sind, das ist die Stimmgewaltigkeit: Zahlreiche Gesangs- und Musiknummern (vielleicht zu viele?) zeigen wahre Stimmwunder. Manfred Obernosterer, Rudi Klampferer, Jani Munda, Matthias Nadrag und Arno Kohlweg bringen Variationen zum Lied "Ein Männlein steht im Walde" und ernten damit Jubelrufe. Vielleicht die beste Nummer des Abends.
Die nochmals verjüngte Garde unter Karin Haslauer verführt zu Applaus, die "Lei-lei Kompanie" des Villacher Turnvereins zeigt, was Soldaten nie und nimmer zustanden bringen: Salto ohne Krankmeldung.
Gustostückerl
Elisabeth Trattnig, die als Hofnarr mit einem ernsten, bissigen Prolog den schwierigsten Part der Sitzung hat, erfüllte ihren Auftritt mit Bravour. Dann der Nachzipfer. Hannes Höbinger ganz zu Beginn, das bringt die ersten Lacher. Er könnte angesichts der vielen Taten unserer Politiker viel bissiger sein. Die hätten das verdient. Seine Kärntner Phonetik ist wieder ein Gustostückerl des Kabarett.
Heiß, knackig und derb, das sind Franz Kleibichler und Sonja Juchart. So was liebt das Publikum. Dann die erste Neue: Irina von daham. Es ist schwer, den Pointen von Irina Kribitsch zu folgen. Da wird sicher noch am Auftritt gefeilt. Der zweite Neue: Gernot Pacher als "Der Klopfer": gute Pointen, die vor Aufregung schlecht gesprochen wurden. Üben, das wird schon.
Die Hofkapelle unter Hermann Ortner, Alexander Telesko mit seiner Piano-Truppe, Franz Posch als "Franzl auf der Alm" die "Hexn-Wirtschaft" sowie die TV-Parodie "Wenn die Musi spült" zeigen das musikalische Potenzial der Villacher. Der Star: Siegfried Samonig. Die Posch-Nummer ist schön, aber noch nicht lustig genug für den Fasching. Da passen die Show-Dance-Girls und -Boys besser auf die Bühne.
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Neue Parteinamen: FKK - so nackert, wie Kärnten derzeit dasteht. Nachzipfer Hannes Höbinger
Woher kommt der Name Mode? Männer opfern die Ersparnisse. Franz Kleinbichler zu Sonja Juchart in "Heiß und knackig"
Ich mache zwei Diäten, weil von einer wird man ja nicht satt. Irina Kribitsch in "Irina von daham"
Was ist Kurzarbeit? Eine Maßnahme zur Freizeitoptimierung. Markus Warum als "Tapferes Wirtschaftsschneiderlein"
Ich habe einen Hypo-Manager getroffen, der fristlos entlassen wurde - er hat versehentlich Gewinne eingefahren. Derselbe
Wenn die zwa Scheuchs nit in da Politik wär'n, dann wären sie im Mölltal Hütten-Führer. Gernot Pacher, Der Klopfer












