Zittern um Krampuslauf
Weil rundum gespart wird, ist es für Krampuslauf-Organisator schwierig, die Veranstaltung zu finanzieren. Auch Rosenmontagskonzert wackelt.

Foto © PrivatFür heuer hat Gerald Rosenstein das Geld für den Krampuslauf noch einmal zusammen gekratzt
Minus zehn Prozent in allen Bereichen. Das gilt nicht nur im Magistrat Villach, sondern auch in der Privatwirtschaft. "Es ist sehr schwierig geworden, das Geld für den Villacher Krampuslauf auf die Beine zu stellen", beklagt sich dessen Organisator Gerold Rosenstein. "Mir liegt diese Veranstaltung sehr am Herzen, aber aus eigener Tasche kann ich sie auch nicht bezahlen."
Mit 12.600 Euro unterstützt das Stadtmarketing das gruselige Spektakel, das heuer am 4. Dezember zum 19. Mal stattfinden wird. 1700 Euro kosten Leistungen des Wirtschaftshofes, vom Aufstellen der Absperrgitter bis zum Reinigen. "Den Betrag hat mir Bürgermeister Helmut Manzenreiter jetzt zugesichert und damit den Krampuslauf gerettet. Was fehlt, muss ich bei Sponsoren auftreiben", sagt Rosenstein.
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Er selbst wolle ohnehin für die aufwändige Vorbereitung und Abwicklung keinen Euro, aber die 50 Krampusgruppen müssten eine kleine Aufwandsentschädigung bekommen. Sicherheitsdienst, Rettung und Notarzt sind für den Altstadtevent vorgeschrieben. "Wäre schade, wenn diese Brauchtumsveranstaltung nicht mehr stattfinden würde", sagt Rosenstein. "Ich sehe nicht ein, dass Wirte keinen Beitrag leisten wollen. Bis auf Hofwirt und Goldenes Lamm hat sich keiner bereit erklärt, auch nur 100 Euro zu sponsern." Dabei wäre die Gastronomie der Nutznießer.
Ebenfalls zittern, dass seine Veranstaltung, das Rosenmontagskonzert, aus finanziellen Gründen nicht mehr zu Stande kommen könnte, muss auch Josef Paul. Der Obmann des Villacher Musikvereines ist dringend auf Gönnersuche: "Wir können für die Karten nicht viel verlangen, auch die Musiker sind bescheiden, aber es geben sich alle Unterstützer sehr zugeknöpft."










