Im Reinhard Eberhart Museum wird "ausgemistet"
Wer will uns? Bis 17. Oktober kann man noch eines der Püribauer-Tierchen aus dem Reinhard Eberhart Museum zu sich nach Hause holen. Der "Bauer" persönlich erzählte der Kleinen Zeitung DIGITAL von seinen Schützlingen.

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Gottes Tiergarten ist groß, sagt man. Aber wie findet man unter so vielen Kreaturen Woche für Woche das passende Tierchen?
BERND PÜRIBAUER: Im Tierreich finden sich mehrere Millionen Arten Mein Leben hat dagegen maximal nur rund 5200 Wochen. Das ist also genug Auswahl vorhanden.
Besondere Inspirationsquellen?
BERND PÜRIBAUER: Das Tier Mensch.
Wie hat es Sie und Ihren Zoo eigentlich nach Kärnten verschlagen?
BERND PÜRIBAUER: Durch Zufall. Nach dem, ich trau mich zu sagen, großen Erfolg der ersten "Ausstallung" im Wiener wuk im April dachte ich einfach an eine "Tour durch Österreich". Da ich ohne Galerie, "kuhrator" etc. arbeite, hör ich mich jetzt einfach im Bekanntenkreis nach passenden Plätzen um. Ein Freund hat mich zum Reinhard Eberhart gebracht. Ein perfekter Platz in Kärnten.
Wenn der Püri ein Tier zeichnen müsst, das den Kärntner (Charakter)verkörpert, welches wäre das?
BERND PÜRIBAUER: Eine bunte Teichente.
Nach fast einem Monat "Ausstallung" im Reinhard Eberhart Museum wird jetzt "ausgemistet". Sollen die Besucher zur Finissage am 17. Oktober (19 Uhr) eine Mistgabel mitbringen?
BERND PÜRIBAUER: Fix ist das Buffet. Popcorn aus dem Sautrog, dazu Maronis und Glühwein. Der Eberhard hat wiedermal fürs Bier gesorgt! Fix ist auch, dass es nicht langweilig wird. Für mich ist es wichtig dass den leuten während der Veranstaltung nicht langweilig wird. Ich selbst bin schon oft bei solchen Anlässen eingeschlafen. Bei der "Ausmistung" oder besser vielleicht "Entstallung" - die Tierbilder sind ja selbstverständlich sauber ausgearbeitet - erwartet den Besucher Ähnliches wie bei der Ausstallung. Das ganze eben rückwärts. (lacht) Auf jeden Fall werde ich das Bild "Bloody Marry" versteigern und den Erlös denen widmen, die bei der Vernissage rote, unauswaschbare Farbe abbekommen haben. (Anm. Redaktion: Mindestens ein Fotograf und eine Kamera wurden getroffen) Obwohl ich hier noch sagen muss: Bei einem "Häppän.INK" sollte man eben mit Farbe rechnen!
Wie hat den Tierchen denn die Kärntner Landluft bis jetzt überhaupt so gefallen?
BERND PÜRIBAUER: Den Tieren hat´s bis jetzt in Kärnten sehr gut gefallen. Es gab noch keinen Todesfall und einige der Exemplare wechselten auch schon den Besitzer.
Wie entstehen Ihre Tiere? Ich habe gehört Sie haben da eine kleine tierische Assistentin Ihnen hilft? Eine Maus??
BERND PÜRIBAUER: Stimmt, die Zeichnungen zum "Tier der Woche" im Falter entstehen mit der Computermaus. Welches Werkzeug würde sich dazu besser eignen? Der Stil der Zeichnungen hat sich über die Jahre aus deren wackeligem Strich ergeben. Somit "die Zeichnung mit der Maus". Bei den großformatigen Bildern arbeite ich mit einem Beamer, über den ich den Strich der Maus direkt auf die Leinwand projiziere. Dann wird mit einem edding-ähnlichen Stift (in verschiedenen strichstärken) nachgezeichnet. Mein Atelier liegt direkt neben der Südbahnstrecke der ÖBB. Oft warte ich bis ein Güterzug vorbeidonnert und fange erst dann an den ersten Strich zu setzen. Natürlich geht das auch mit einem Schnellzug oder nach einer langen Nacht im Wirtshaus.
Wann war der Zeitpunkt der Evolution? Also als die digitalen Tiere den Weg auf die Leinwand fanden. Oder war doch zuerst das Blatt?
BERND PÜRIBAUER: Vor circa zwei Jahren, zeitgleich dem 10jährigen "Tier der Woche"-Jubiläum, hatte mich ein Freund aufgefordert doch endlich bei einer Ausstellung mitzumachen. Thema war - wie hätts anders sein können - "Wir Tiere". Bis dahin gab es die Zeichnungen nur am Computer. Weil die Nachfrage nach den Tieren auf Leinwand nach dieser Ausstellung rapide anstieg, habe ich dann die "Maus-beam-dann-Edding-Zeichen-Technik" entickwelt. Mit der konnte ich die Tiere in jedes beliebige Format bringen.
Erst das Universum-Magazin, jetzt das Tier der Woche beim Falter. Haben´s Ihnen die "Viecherl" angetan? Gibt?s einen besonderen Grund für Ihr Interesse an Tieren?
BERND PÜRIBAUER: Ma die Viecherl! Ja was weiß ich, irgendwie schließen sich halt die Kreise. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern wo ich mit meinem Nachnamen nicht sehr zufrieden war. Mittlerweile könnte ich mir keinen passenderen vorstellen.
Sind Tiere die besseren Menschen?
BERND PÜRIBAUER: Gegenfrage: Ist der Mensch das bessere Tier?
Der beste Freund des Menschen ist?
BERND PÜRIBAUER: Der Hund.
Hat der Püribauer ein Lieblingstier?
BERND PÜRIBAUER: Ich liebe alle Tiere.
Und was ist er denn eigentlich im Tierkreiszeichen?
BERND PÜRIBAUER: Bei den Chinesen der Drache.
Features
Fotoserie
Die Ausstallung
rem (=reinhardeberhartmuseum) 9523 Villach /St. Ruprecht. Hallihalloplatz 1. Mo. bis Fr. 8-12 Uhr. Wochenende nach Vereinbarung (04242/42420). Bis 17. Oktober.











