Reitschule Faak steht vor dem Aus
Familie Hazrati zieht sich als Betreiber des Reitsportzentrums Faaker See zurück. Vorwürfe gegen Finkensteins Bürgermeister Harnisch.

Foto © APAAbschied von den Pferden von den Betreibern
Vor neun Jahren haben Elfriede und Hermann Hazrati das Reitsportzentrum (RSZ) in Faak übernommen. Große Bereiche der Schule mussten komplett saniert werden, viel Arbeit steckt im Betrieb. Diese hat sich allerdings oft gelohnt: So brachte das RSZ einige Dressur-Landesmeister ebenso hervor wie zehn geprüfte Ausbildner. Doch die Wirtschaftskrise verschonte auch die Reitbetriebe nicht. Eine angedachte Landesreitschule in Kooperation mit der Landwirtschaftlichen Fachschule Stiegerhof scheiterte, jetzt steht die Familie Hazrati als Betreiber vor dem Aus. "Wir geben den Betrieb Ende September auf", so Hazrati, der sich teilweise von der Politik im Stich gelassen fühlt.
"Finkensteins Bürgermeister Walter Harnisch hat es verabsäumt, eine Kooperation mit dem Stiegerhof zustandezubringen. Uns bleibt leider keine andere Wahl, als uns aus dem Geschäft zurückzuziehen."
Keine Anfrage
Harnisch selbst betont, dass es nie eine Anfrage der Familie Hazrati gegeben habe. "Eine Symbiose mit dem Stiegerhof halte ich prinzipiell für eine gute Idee, die Familie Hazrati ist aber nie mit diesem Vorschlag an uns herangetreten", so Harnisch auf eine entsprechende Nachfrage. Das Reitsportzentrum selbst sei allerdings nicht in Gefahr. "Es gibt bereits neue Interessenten", weiß der Bürgermeister. In Zukunft werde man versuchen, stärker mit Italien und Slowenien zusammenzuarbeiten. Und die Zukunft der Familie Hazrati? "Am 19. September ab 10 Uhr versteigern wir das ganze Reitzubehör, die Pferde und Maschinen", so Elfriede Hazrati, "danach werden wir versuchen, uns über den Rückzug ins Private zu freuen."












