Rechnungshof lobt die Stadt Villach
Als einzige geprüfte Gemeinde hat Villach "erfolgreich gewirtschaftet".
Bund, Länder und Gemeinden haben Millionen verzockt. Der aktuelle Rechnungshofbericht zeigt aber nicht nur Negativbeispiele auf. Hervorstechend ist die positive Bewertung der Finanzpolitik von Villach.
"Als einzige Gebietskörperschaft haben wir keinerlei Verluste eingefahren. Wir haben stets sicher veranlagt und sind keine Risiken eingegangen", sagt Bürgermeister und Finanzreferent Helmut Manzenreiter. "Wir haben den Verlockungen, welche zehn bis zwölf Prozent versprochen haben, immer widerstanden." Eben diese wären jetzt in der Finanzkrise in den Keller gerasselt. Die Stadt erreicht mit ihren Verzinsungen der Aktienpakete - welche durchschnittlich 15 Prozent des Kapitalvermögens ausmachen - auch nach Steuern und Abgaben 4,4 Prozent.
Sicher geparkt
Der Hauptteil des Villacher Vermögens - dieses kommt aus den Erlösen des Kelag-Verkaufs - wurde in Staatsanleihen und Anleihen, welche durch den Staat garantiert werden, angelegt. 87 Millionen Euro sind veranlagt, Seit 1995 hat man hat einen Zinsgewinn von 68,2 Millionen Euro lukriert. "Zwei Mal im Jahr tagt ein Fachleute-Gremium und begleitet unsere Finanzplanung", erklärt Manzenreiter. Die externen Experten arbeiten gegen einen "sehr geringen" Kostenersatz, der sich hinsichtlich des erfolgreichen Kurses durch das stürmische, internationale Finanzmeer wohl auszahlt.
Als einzigen Kritikpunkt sah der Rechnungshof die fix verzinsten und unkündbaren Darlehen mit langer Laufzeit: "Diese erschwerten im Umfeld sinkender Zinsen die optimale Anpassung." "Das betraf nur Kredite in den Jahren 2000 bis 2006. Fixe und variable Verzinsungen haben immer ihre Vor- und Nachteile", so Manzenreiter.











