"Weiterer Stellenabbau aus heutiger Sicht nicht notwendig"
Bei Infineon Österreich zum Teil zweistellige Zuwachsraten bei Auftragseingängen.

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Die von der globalen Wirtschaftskrise besonders gebeutelte Halbleiterindustrie könnte das Schlimmste bereits überstanden haben.
Erholung.
Und noch besser: Als Frühindikator für die allgemeine Konjunkturentwicklung könnte die Erholung der Branche auch einen Aufschwung der Wirtschaft insgesamt einläuten, hofft die Infineon-Chefin in Österreich, Monika Kircher-Kohl. Infineon verzeichne je nach Division zum Teil mit zweistelligen Raten steigende Auftragseingänge, berichtete Kircher-Kohl heute, Donnerstag, im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien.
Einbruch. Die Erfahrung zeige, dass die Halbleiter-Branche auf Konjunkturschwankungen immer besonders frühzeitig und stark reagiere, sowohl nach oben als auch nach unten, erklärte die Infineon-Chefin. So sei der Halbleitermarkt im vierten Quartal 2008 weltweit um 24 Prozent eingebrochen und im ersten Quartal 2009 sogar um 30 Prozent. In Europa sei der Einbruch noch dramatischer ausgefallen, mit einem Rückgang von 28 bzw. 35 Prozent.
Tiefpunkt überschritten."
Damit dürfte der Tiefstpunkt aber bereits überschritten sein, seit zwei Monaten verbuche man wieder steigende Auftragseingänge. Am Infineon-Standort Villach, der zu mehr als 50 Prozent für die Autoindustrie produziere, sei die Auslastung von 35 Prozent zu Jahresbeginn inzwischen auf über 60 Prozent gestiegen. Trotz dieser positiven Entwicklung werde man "noch einige Monate auf Sparkurs bleiben, um den Investoren zu zeigen, dass wir das Cash-Management beherrschen".
Keine falschen Hoffnungen.
Dass die Erholung der Halbleiterindustrie genauso rasch erfolgen wird wie der Einbruch, glaubt Kircher-Kohl nicht. "Erst in zwei bis drei Jahren werden wir in Summe wieder die Zahlen erreichen, die wir als gesamter Markt hatten." Man dürfe sich auch keinen falschen Hoffnungen hingeben, was die Beschäftigung angehe, sagte Kircher-Kohl. "Wenn wir wieder auf Volllast oder sogar auf Überlast gehen, werden wir auf keinen Fall wieder die selbe Mannschaftsstärke brauchen." Durch die ständig steigende Produktivität könne man mit der selben Mitarbeiterzahl immer mehr produzieren.












