Geschützte Pflanze durch Bau in Gefahr
Naturschützer fürchten Schädigung für seltene "Glanzorchis" im Moor.

Foto © SantnerDiese Baustelle beeinträchtigt den Lebensraum der Orchidee
Sie ist unscheinbar, "versteckt" sich beinahe in ihrer Umgebung und wird nicht größer als 20 Zentimeter: die Glanzorchis (Liparis loeselii), eine Pflanze aus der Familie der Orchideen, die nahe dem Faaker See wächst. Die extrem seltene, europaweit geschützte Blume, die Ende Mai/Mitte Juni blüht, ist nun in Gefahr. Der Maria Gailer Botaniker Karl Samonig (82), Träger des Juilius-Kugy-Preises und verdienstvolles Mitglied im Naturwissenschaftlichen Verein, zeigt auf: "Eine Baustelle und Grabarbeiten beeinträchtigen das Moor, den Lebensraum der dort wachsenden Glanzorchis."
Lokalaugenschein durch Gutachter. Der leidenschaftliche Botaniker hat den Naturschutzbeirat des Landes informiert, dieser sofort die Abteilung 15 damit betraut. "Morgen gibt es einen Lokalaugenschein durch einen Gutachter", sagt Wilfried Franz, Mitglied des Naturschutzbeirates. Die Grabarbeiten für einen Radweg könnten die Pflanze sehr gefährden. "Weltweit gibt es etwa 300 Liparis-Arten, in Europa jedoch nur diese einzige", so Franz. "Flachmoore sind empfindliche Lebensräume. Nach EU-Fauna-Flora-Habitatrichtlinien gehört die Glanzorchis zu den prioritären Arten und unterliegt, wie etwa der Frauenschuh, strengen Schutzmaßnahmen."











