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Zuletzt aktualisiert: 18.03.2009 um 17:13 UhrKommentare

Kärntner Polizei warnt vor "Neffentrick"

Gleich zwei Betrugsversuche mit dem "Neffentrick" gab es Mittwoch in Villach. Am Telefon wollte ein Mann einmal 100.000 Euro entlocken, das zweite Mal ergaunerte er 20.000 Euro.

Es scheint, als würden derzeit Unbekannte mit dem so genannten "Neffentrick" versuchen, Villachern ihr Geld aus der Tasche zu locken. Die Polizei warnt nun davor.

100.000 Euro gefordert. Mittwochvormittag erhielt eine 84-jährige Pensionistin aus Villach einen Anruf. Er sei ihr Neffe Stefan, behauptete dann ein Mann mit mitteldeutschem Akzent am anderen Ende der Leitung. Für ein Immobiliengeschäft benötige der Verwandte 100.000 Euro, die die "Tante" doch bitte mit einem Taxi von der Bank abholen solle.

Familie wusste nichts vom "Neffen". Die Pensionistin schlug die Bitte jedoch ab und erkundigte sich stattdessen bei ihren Verwandten in Deutschland nach dem angeblichen Neffen. Nachdem keines der Familienmitglieder von dem Anruf oder von "Stefan" wusste, erstatte die Villacherin Anzeige.

20.000 Euro ergaunert. Ebenfalls in den Vormittagsstunden wurde eine 77-jährige Villacher Pensionistin angerufen. Bei ihr hatte der Unbekannte mehr Erfolg. Mit deutschem Akzent gab er vor, ein guter Bekannter zu sein. Jetzt brauche er dringen 30.000 Euro. Die Frau glaubte, im Anrufer einen tatsächlichen Bekannten erkannt zu haben. Sie bot ihm laut Polizei ihre ganzen Ersparnisse, 20.000 Euro, an. Eine Frau würde das Geld bei ihr zuhause abholen, kündigte der "Bekannt" an. Zu Mittag schließlich behob die 77-Jährige den Betrag, danach übergab sie das Bargeld einer etwa 40-jährigen Frau, mit kurzen schwarzen nach hinten gekämmten Haaren über den Gartenzaun.

Vorsicht geboten. Ob es sich bei den zwei Anrufern um ein und dieselbe Person handelt, ist nicht bekannt. Immer wieder haben es Betrüger mit diesem oder ähnlichen Tricks vor allem auf ältere Menschen abgesehen. Die Polizei rät in solchen Fällen keine Fremden in die Wohnung zu lassen und im Zweifelsfall auch nicht die Türe zu öffnen. Im Falle von Anrufen und Briefen niemals Bankdaten oder ähnlich vertrauliche Informationen preisgeben.


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