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Zuletzt aktualisiert: 16.03.2009 um 19:50 UhrKommentare

Sturzbetrunkene Jugend

Wirbel um alkoholisierte Jugendliche an der Maria Gailer Straße. Die Stadt Villach und die Polizei setzten Schwerpunktkontrollen.

Schwerpunktkontrollen der Stadt Villach und der Polizei sollen jugendlichen Alkoholmissbrauch eindämmen

Foto © APASchwerpunktkontrollen der Stadt Villach und der Polizei sollen jugendlichen Alkoholmissbrauch eindämmen

Feiern bis zum Umfallen - dieses Motto haben sich am Wochenende zwei Jugendliche wohl sehr zu Herzen genommen. Passanten, welche die offensichtlich schwer Alkoholisierten an der Maria Gailer Straße beobachtet und sich um deren Sicherheit sorgten, riefen daraufhin die Polizei. "Sie lagen in der Wiese, es war kalt und einer schien sich gar nicht mehr zu rühren", berichtet eine Zeugin. Als sie den Polizei-Notruf wählte, erntete sie jedoch zu ihrer Verwunderung den Satz: "Betrunkenheit ist ja keine Straftat."

Polizei-Notruf. Stadtpolizei-Chef Erich Londer dazu: "Falls diese Aussage tatsächlich so getätigt wurde, ist sie unglücklich gewählt. Denn natürlich ist die Polizei dafür zuständig." Die zugezogenen Beamten kontaktierten die Eltern, welche die "feierlustigen Jugendlichen" abholten. Villachs Polizeidirektorin Esther Krug plädiert ebenfalls dafür, in solchen Situationen den Polizei-Notruf 133 zu wählen: "Unsere Beamten stellen vor Ort fest, welche Maßnahmen dann gesetzt werden müssen." Damit es nicht so weit kommt, werden von der Polizei in Kooperation mit der Stadt seit einem Jahr regelmäßig Schwerpunktkontrollen durchgeführt.

Verstöße. Mindestens zwei Mal im Monat wird die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen kontrolliert. Fazit für das Jahr 2008: 16 Fälle unerlaubten Alkoholgenusses, 23 Mal Genuss von zu harten Getränken, 29 Aufgriffe von Jugendlichen, die zu lange unterwegs waren, 98 Hausbesuche durch das Jugendamt und zwei Entziehungen des Gewerbescheins. "Leider haben wir noch keine Vergleichszahlen", sagt Magistratsjurist Alfred Winkler. Er stelle aber fest, dass sich zum Beispiel Beschwerden über Lärmbelästigung in der Altstadt verringert hätten.

DANJA SANTNER

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