Villachs BZÖler jubelten
Dramatische Verluste für SPÖ und ÖVP quer durch den Wahlkreis Villach. Das BZÖ hat jetzt in bisher roter Hochburg weit die Nase vorn.
Der Jubel am Wahlabend kannte bei den Freiheitlichen in Villach, eigentlich BZÖ, keine Grenzen mehr: Der Zuwachs von 15,9 Prozent auf 37,3 Prozent brachte Stadtrat Walter Lang und Spitzenkandidaten Otto Hoffmann zum Strahlen.
"Gigantischer Erfolg". Übertroffen wurde der Applaus nur, als das SPÖ-Ergebnis mit einem Minus von 8,9 Prozent auf 31,5 Prozent bekannt wurde. "Rot und Schwarz haben die Rechnung für ihre Streitereien präsentiert bekommen, Haider hat die soziale Kompetenz im Land, das spüren die Menschen!" zog Lang ein erstes Resümee. Hoffmann ergänzte: "Ein gigantischer Erfolg für uns, eine saftige Watsch'n für die soziale Kälte der großen Koalition."
Manzenreiter gefasst. Katzenjammer bei der Villacher SPÖ, obwohl sich Bürgermeister Helmut Manzenreiter gefasst zeigte: "Haider hat es geschafft, diese Wahl zu seiner Landtagswahl zu machen. Und das mit massivstem Mitteleinsatz." Die schwarze Parteifarbe schlug sich gestern auf das Gemüt der Villacher ÖVPler nieder. Stadtrat Peter Weidinger und seine Mitstreiter wollen analysieren. Spitzenkandidatin Petra Prasser war für kein Foto mehr zu haben. Die ÖVP stürzte von 16,9 auf 10,8 Prozent.
Umgefärbt. Heiner Zechmann freute sich mit Strache und daheim über stabile acht Prozent. Insgesamt umgefärbt wurde der bisher SPÖ-dominierte Bezirk Villach. Zu den absoluten Gewinnern zählt der Afritzer Bürgermeister Max Linder. Er führte das BZÖ knapp an die 50 Prozentmarke.











