Halbleiter-Konjunktur nagt an SEZ-Ergebnis
Der Villacher Chip-Ausrüster muss wegen Verlusten Kosten senken, ein Abbau von Mitarbeitern ist jedoch "nur die allerletzte Maßnahme".

Foto © KK/SEZ600 SEZ-Mitarbeiter forschen, entwickeln und produzieren am neu gebauten , hochmodernen Villacher Standort
Der Kärntner Halbleiterausrüster SEZ, der im März in die kalifornische Lam Research Organisation integriert worden ist, ist im abgelaufenen Geschäftsjahr in die roten Zahlen gerutscht und musste ein Minus von 2,04 Millionen Euro verkraften. Daher wundert es auch nicht, wenn Gerüchte umherschwirren, dass SEZ mit Sitz in Villach plant, Mitarbeiter abzubauen, bzw. das Kontingent der Leiharbeiter zu reduzieren.
"Letztmögliche Maßnahme". Der Leiter der "Spin Clean Division", wie SEZ innerhalb des Lam-Konzerns genannt wird, Kurt Lackenbucher, bestätigt zwar den Verlust, nicht aber den Abbau von Arbeitskräften. "Wir müssen zwar genau auf die Kosten schauen und haben verschiedene Maßnahmen im Auge, diese zu optimieren. Der Abbau von Mitarbeitern ist aber die letztmögliche Maßnahme", versichert Lackenbucher. Bei SEZ sind weltweit 900 Mitarbeiter beschäftigt, in Villach sind es 600. Auch der Puffer von 65 Leiharbeitern soll zumindest im Moment nicht angetastet werden. Lackenbucher: "Was die Zukunft noch bringt, können wir natürlich nicht sagen." Bei den SEZ-Beschäftigten handle es sich zum Großteil um qualifizierte Fachkräfte, die am Markt gefragt sind, die könne man nicht so leichtfertig abbauen.
Wellental. Die wirtschaftliche Lage in der Halbleiterbranche sei weltweit angespannt, viel mehr, als man gerechnet habe. Lackenbucher verweist aber auf das Wellental eines in der Branche wohlbekannten Zyklus, ausgelöst durch weltweite Überkapazitäten. Daher sei die Branche auch von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung abgekoppelt. Der große Verbund in der Lam-Organisation vermittle dem Unternehmen aber Stabilität. "Als börsennotiertes Unternehmen wäre der Druck auf uns weit größer", so Lackenbucher.
Zürcher Börse. Noch notiert SEZ mit zwei Prozent an der Zürcher Börse. Der Plan ist jedoch ein baldiges Delisting, Lam soll dann hundert Prozent des Halbleiter-Unternehmens übernehmen.
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Lackenbucher: "Rückzug von Börse absehbar"Foto © KK/SEZ











