Ein hartes Pflaster
Der Radklassiker Paris-Roubaix hat schon viele Profis abgeworfen. Rund 60 Kilometer auf Kopfsteinpflaster hinterlassen ihre Spuren. Jan Sokol fuhr am Sonntag mit.

Foto © KK/Privat
Jetzt hat der Villacher Jan Sokol
einmal "hineingeschaut"
- in Frankreichs "Rad-Hölle
des Nordens". Denn so wird der
Radklassiker Paris-Roubaix
schon wegen seiner langen - berühmt
berüchtigten - Kopfsteinpflaster-Passagen genannt.
"Defekt-Teufel".
Als Mitglied des österreichischen
Juniorennationalteams
startete der 17-Jährige am Sonntag
im Vorfeld des Profirennens
auf der gleichen – auf 125 Kilometer
verkürzten – Strecke und lernte
dabei alle Tücken kennen. Der
junge Villacher lieferte dabei lange
ein tolles Rennen, war immer
im Spitzenfeld vertreten, als nach
80 Kilometer der "Defekt-Teufel"
zuschlug und ihn zur Aufgabe
zwang.
Wertvolle Erfahrung.
Ein Defekt am Hinterrad bedeutete
das Aus. "Das Kopfsteinpflaster
hat seinen Tribut gefordert",
war er anfangs doch etwas
enttäuscht. Das Rennen bedeutete
für ihn aber dennoch auch eine
wertvolle Erfahrung für die weitere
Karriere. "Trotz des Ausfalles
nehme ich viele positive Eindrücke
mit", erzählt der Schüler
des Sport-Borg-Klagenfurt.
"Ausfalls-Schicksal".
Das "Ausfalls-Schicksal" haben
mit Sokol dann übrigens alle vier
Mannschaftskollegen vom Nationalteam
– darunter der Kärntner
Christian Pirker – geteilt. Auch
sie mussten wie viele andere vorzeitig
vom Rad. Die Ausfallsquote
war enorm. Und noch einen
positiven Aspekt hat Jan von seinem
"Abstecher" nach Frankreich
mitgenommen. "Ich war
live dabei, wie Vorbild und Super-
Star Tom Boonen
bei den Profis als Sieger
ins Ziel gekommen ist."
Kirschenblütenrennen.
Für Sokol geht es bereits
am Wochenende
beim Kirschenblütenrennen
in Oberösterreich
weiter. Das große
Saisonziel sind aber die Straßen-
Junioren-Europameisterschaften
im Juni in Italien. Da
hat Sokol, der beim RLM Villach groß geworden
ist und
erst später aus
Ermangelung eines
Straßenteams
in Villach
über Grafenstein
zum Radverein
Völkermarkt
übergewechselt
ist, viel vor.















