Brandunglück nur knapp verhindert
Villachs Feuerwehr kam mit schwerem Atemschutz zu Wohnungsbrand: Zwei Mieter mussten mit dem Verdacht auf Rauchgas-Vergiftung ins LKH.

Foto © KK/Hauptfeuerwehrwache VillachIn diesem Kochtopf befanden sich die verbrannten Speisen
Riesiges Glück im Unglück hatten zwei junge Wohnungsmieter Dienstagabend in Villach-Perau: Während Claudia Rauter (22) mit ihrem Lebensgefährten und Freunden im Wohnzimmer plauderte, überhitzte ein Topf mit Öl, der auf der heißen Herdplatte in der Küche stand. "Ich wollte eigentlich Pommes Frites machen", schildert die geschockte Frau.
Starke Rauchgasentwicklung. Sie hatte jedoch die Zeit übersehen, als sie in die Küche kam, stand diese bereits in dicke, rußige Wolken gehüllt. "Mein Freund hat gerade noch die Herdplatte abschalten und das Fenster öffnen können", erinnert sie sich. Um die Rauchgase des heißen Fettes aus der Wohnung zu bekommen, öffneten die jungen Leute - bereits hustend - die Wohnungstür, flüchteten ins Stiegenhaus und alarmierten die Feuerwehr. Ein Nachbar drehte geistesgegenwärtig den Gashaupthahn zu, um noch Schlimmeres zu verhindern.
Krankenhaus. Als die Hauptfeuerwache eintraf, musste sie die zugefallene Wohnungstüre aufbrechen. Der Topf mit dem verbrannten Öl hatte die gesamte Wohnung stark mit Schwelgasen verunreinigt. Claudia Rauter und ihr Lebensgefährte wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Landeskrankenhaus Villach eingeliefert. Rauter: "Wir verbrachten dort die Nacht unter Beobachtung, jetzt geht es uns schon wieder besser."
Kein Brandmelder.Harald Geissler, Sprecher der Hauptfeuerwache Villach, war selbst im Einsatz und befindet: "Mit einem Brandmelder wäre das sicher nicht passiert." Die beiden Opfer und ihr Nachbar hätten couragiert und richtig gehandelt. Geissler: "Zum Glück werden Brandmelder demnächst per Gesetz vorgeschrieben. Man sollte dann bei dieser wichtigen Investition auch auf keinen Fall das billigste Gerät nehmen."












